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Bonstetten

26.09.2019

Verkehrsspiegel knapp abgelehnt

Situation am Rathauseck soll unverändert bleiben

Knapp gescheitert ist ein Antrag der Grünen im Bonstetter Gemeinderat, am sogenannten Rathauseck einen Verkehrsspiegel aufzustellen. Mit fünf zu fünf Stimmen wurde das Ansinnen abgelehnt.

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Tatsächlich gab es in allen drei Parteien unterschiedliche Bewertungen der Stelle, an der die Bahnhofstraße mit einem 90-Grad-Winkel in die Hauptstraße einmündet. Die Grünen forderten dort einen Spiegel, so Leo Kränzle: Wegen der Verkehrsführung mit einem steilen Knick könne es zu gefährlichen Situationen kommen. „Insbesondere Lastwagen oder Busse, die in Richtung Kruichen ortsauswärts fahren, kommen wegen ihrer Länge zwangsläufig in die Fahrspur des Gegenverkehrs“, erklärte er. Ein Spiegel solle die brenzlige Lage entschärfen.

Doch Bürgermeister Anton Gleich, der das Papier an die Ratsmitglieder weitergeleitet hatte, brachte von einem Ortstermin mit der Polizeiinspektion Zusmarshausen weniger hoffnungsvolle Neuigkeiten mit. Weder wollten die Ordnungshüter an der Kurve unweit des Sitzungssaales einen Unfallschwerpunkt erkennen noch von einer Verbesserung durch das gewünschte Teil ausgehen. Gleich: „Dem kann ich nur zustimmen.“

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Der Verlauf der anschließenden Debatte fiel weniger eindeutig aus. Kränzle, der bereits vor zehn Jahren einen ähnlichen Vorstoß unternommen hatte, blieb bei seiner Betrachtung, wonach mit dem Spiegel gefährliche Situationen vermindert werden könnten: „Alle Fahrer könnten von dieser einfachen Maßnahme profitieren.“

Dabei stand ihm Petra Zinnert-Fassl zur Seite, die diese Eingabe schon damals für angemessen hielt, zumal „es dort zu kritischen Situationen kommt“. Die Rätin ließ auch den Sicherheitseinwand von Zweitem Bürgermeister Bernd Adam nicht gelten, dass es bei dem Spiegel zu Fehlinterpretationen kommen oder man Autos trotzdem übersehen könne. Zinnert-Fassl: „Wenn man ihn richtig aufstellt, kann auch alles korrekt eingeschätzt werden.“ Werner Halank berichtete gar davon, am Eck beinahe überfahren worden zu sein.

Ans Steuer hatte sich, wie der Bürgermeister beteuerte, auch die Polizei gesetzt und war dann auf- und abgefahren. Und sie sei dann bei ihrer ablehnenden Haltung geblieben. Daher riet Ursula Puschak, dass „wir jetzt nicht wie die Besserwisser auftreten sollten“.

Weil die Abstimmung des Gemeinderats mit einem Patt endete, gilt der Antrag gemäß der Geschäftsordnung als abgelehnt.

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