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Zusmarshausen

30.10.2020

Verstärkung für den Familienstützpunkt Zusmarshausen

Die Familienstation Zusmarshausen wird zum Familienstützpunkt.
Bild: Marcus Merk

Plus Nach dem Umzug von Dinkelscherben nach Zusmarshausen wird die Familienstation jetzt zum Familienstützpunkt ausgebaut. Das Team bekommt Verstärkung.

Noch immer wird gehämmert und gebohrt in den Räumen der neuen Familienstation in Zusmarshausen. Die Sozialpädagogin Sandra Schmid muss etwas lauter sprechen, um gegen den geschäftigen Lärm anzukommen. "Die Möbel sind jetzt da", sagt sie zufrieden. Eigentlich war in diesen Tagen aber noch viel mehr vorgesehen: Staatsministerin Caroline Trautner und weitere Gäste wurden im ehemaligen Spital in der Wertinger Straße in Zusmarshausen erwartet, um die Familienstation nach ihrem Umzug aus Dinkelscherben feierlich zu eröffnen. Sie sollte zum Familienstützpunkt ernannt werden. Das Coronavirus hat jedoch allen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dennoch gibt es Grund zur Freude.

Verstärkung für das Team in Zusmarshausen

Denn in Zusmarshausen bekommt Julia Schmid jetzt mittwochs vier Stunden Verstärkung von der Diplompädagogin Sandra Fischer. Das liege daran, dass einfach mehr Stunden Arbeit anfallen würden, erzählt Julia Schmid. Das Team der Familienstation hilft beispielsweise bei pädagogischen Fragen oder schwierigen Familienkonflikten, bei Scheidungen, finanzielle Notlagen oder schulischen Problemen. Eine Begleitung zu den Ämtern sei in der momentanen Arbeitszeit aber auch weiterhin eher nicht möglich, heißt es. Es geht auch vielmehr darum, den Ratsuchenden den richtigen Weg zu weisen, also mit ihnen nach den richtigen Anlaufstellen zu suchen.

Die Erziehungsberatung ist immer ganztägig dienstags geöffnet, auch in den Herbstferien. Erfahrungsgemäß sei die Familienstation in der schulfreien Zeit eher weniger gefragt, erzählt Julia Schmid. Mittwochvormittag von 8.30 bis 12.30 Uhr ist aber auch Sandra Fischer in diesen Ferien vor Ort. Zu tun gibt es auf jeden Fall genug. Im Moment laufen die Bauhofmitarbeiter noch mit Werkzeug durch die Räume. Der Hausmeister soll auch noch dazu kommen. Es müssen Regale befüllt und jede Menge Sachen sortiert werden. Ein Umzug eben. Bis vor Kurzem war die Familienstation West noch in Dinkelscherben in der Bahnhofstraße untergebracht. Als die Marktgemeinde Zusmarshausen dann kostenlos Räume zur Verfügung stellen konnte und zum Teil auch für das Personal aufkommen wollte, kam der Umzug ins Rollen.

Träger spart Kosten im fünfstelligen Bereich

Der Träger der Einrichtung, das Frère-Roger-Kinderzentrum, spart laut dem Kosten- und Finanzierungsplan der Familienstation durch den Umzug im Jahr mehr als 14.000 Euro für Miete und Reinigung (wir berichteten). In Dinkelscherben hatte die Entscheidung für Zusmarshausen aber mitunter für Verstimmung gesorgt. Dort hätten man die Familienstation gerne behalten.

In Zusmarshausen wird die Einrichtung nun zum Familienstützpunkt ausgebaut. Dann könnten hier beispielsweise Veranstaltungen und Kurse stattfinden, die sich mit Elternbildung beschäftigen. In Bobingen, Gersthofen, Meitingen, Neusäß und Stadtbergen gibt es solche Stützpunkte bereits, auch wenn das Zertifikat nun wegen der Corona-Pandemie nicht feierlich übergeben werden kann. Ein Tag der offenen Tür soll später nachgeholt werden. Julia Schmid ist es wichtig, dass die Menschen die Einrichtung bei so einer Gelegenheit einmal kennenlernen können.

Bis es so weit ist, ist die Sozialpädagogin Julia Schmid immer montags und mittwochs von 8.30 bis 14.30 Uhr unter der Mobilfunknummer 0151/64104088 erreichbar oder unter der Festnetznummer 08291/8593962.

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