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Stadtbergen

28.08.2020

Verursachen Tiefgaragen in Stadtbergen Hochwasser?

Erwin Kaltenegger sorgt sich, dass die Bauarbeiten für Tiefgaragen Am Graben in Stadtbergen Hochwasser verursachen könnten.
Bild: Marcus Merk

Plus Ein Anwohner in Stadtbergen beschwert sich über Tiefgaragen. Wasser, das dort nicht versickern kann, könnte Hochwasser verursachen. Was Bürgermeister Paulus Metz dazu sagt.

Erwin Kaltenegger macht sich Sorgen. Er ist Anwohner der Straße Am Graben in Stadtbergen. Dort sind in den letzten Jahren mehrere Tiefgaragen entstanden, eine befindet sich im Bau. Er macht sich Sorgen, dass dadurch ein Hochwasser entstehen könnte, wie es Stadtbergen in den Jahren 1963 und 1964 schon einmal lahmgelegt hat.

Lösen Tiefgaragen das nächste Hochwasser in Stadtbergen aus?

Die drei Tiefgaragen dort könnten verhindern, dass Grundwasser versickern kann, befürchtet Kaltenegger. Das könnte für ein Problem sorgen: „Die ganze Gegend hier verläuft wie ein Trichter“, sagt er. Zum Westen hin steigt die Landschaft bis nach Deuringen an. Wenn es regnet, kann, laut Kaltenegger, das Wasser auf dem Hang nicht versickern, weil der Boden lehmig ist. Das Wasser fließt dann nach Stadtbergen und sammelt sich unter anderem in Kalteneggers Hof: „Schon bei schwachem Regen sammelt sich dort das Wasser, und das, obwohl ich Sickerschächte habe“, behauptet Kaltenegger. Schon jetzt habe das Wasser Probleme abzufließen. Er habe schon das Landratsamt, die Stadtverwaltung und das Wasserwirtschaftsamt in Donauwörth in dieser Sache angeschrieben.

Bürgermeister Paulus Metz hat kein Verständnis für die Befürchtungen

Bürgermeister Paulus Metz (CSU) kann die Kritik nicht teilen. Der Bebauungsplan der Stadt schreibe vor, dass ein Bauherr Parkplätze zur Verfügung stellen muss. Zum Beispiel durch den Bau einer Tiefgarage. „Viele Straßen in Stadtbergen sind zugeparkt“, sagt Metz, deswegen sei das Thema eine Priorität für die Stadtverwaltung. Wenn es zu Problemen beim Wasserabfluss komme, liege das wahrscheinlich eher daran, dass der Sickerschacht verstopft sei, als an der Bodenversiegelung durch die Tiefgarage. „Herr Kalteneggers Befürchtungen sind reine Spekulation“, sagt Metz. Der bestehende Kanal sei vollkommen ausreichend.

Kaltenegger hat generell seine Probleme mit der Bauplanung in Stadtbergen: „Wir bauen hier jede freie Fläche voll“, kritisiert er. Im vergangenen Jahr hatte er einen Park statt Wohnbebauung gefordert auf.

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