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Jahresauftakt

13.01.2020

Viel Applaus für Musiker und neuen Dirigenten

Der Einstand ist geglückt: Norbert Rachuth stand zum ersten Mal beim Dreikönigskonzert der Stauffersberger Musikanten am Dirigentenpult.
Foto: Ursula Puschak

Die Stauffersberger Musikanten geben ihr erstes Konzert mit Norbert Rachuth

Ob es wohl die Neugier war, die dieses Jahr so viele Zuhörer in die Mehrzweckhalle nach Adelsried lockte? Jedenfalls mussten wegen des Ansturms auf das traditionelle Konzert des Musikvereins zum Dreikönigstag zusätzliche Stühle geholt werden. Zum ersten Mal stand nach 20 Jahren mit Gudrun Gastl am Dirigentenpult ihr Nachfolger Norbert Rachuth an diesem Platz. Im vergangenen September hatte er sein neues Amt angetreten, nun präsentierte er das erste Konzert mit den Stauffersberger Musikanten aus Bonstetten. Für viele sicherlich ein zusätzlicher Anreiz zu kommen.

Zum siebten Mal war es gelungen, Sponsoren für das Programm dieses Konzerts zu gewinnen, die mit ihrer Patenschaft für die Stücke den Musikverein unterstützen. Den Auftakt machten die Musiker mit „Monumentum“ des jungen österreichischen Komponisten Martin Scharnagl, bei dem sie durch die wechselnden und ungeraden Takt-arten anfangs durchaus gefordert wurden, wie Moderatorin Marina Fladerer einräumte. Die Zuhörer merkten davon nichts, sie waren von diesem fulminanten Start begeistert.

Bestens bekannt war der Marsch „Adelsried Eintausend“ aus der Feder von Kurt Pascher. Schließlich war wohl jeder der Zuhörer mindestens einmal beim großen Fest Adelsried 1000. Dann zeigte sich die große Vielfalt dieses Konzerts: Bei John Miles’ „Music“ (… was my first love and it will be my last) summten viele Gäste mit.

Einen gelungenen Exkurs machten die Musiker zum „Triumphal March from Aida“ von Giuseppe Verdi. Marina Fladerer begeisterte zuerst die Zuhörer mit der Geschichte dieser Oper, die als Auftragswerk entstand. Zunächst soll Verdi sich geweigert haben, doch schließlich waren 150000 Goldfranken offenbar doch ein überzeugendes Argument.

Im zweiten Abschnitt des Konzerts rückten einige Solisten ins Scheinwerferlicht, die man als Zuhörer oft nur als Begleit- oder Rhythmusinstrument wahrnimmt. Völlig zu Unrecht, wie Sebastian Schaller mit seiner Tuba eindrucksvoll unter Beweis stellte. Mit der Polka „Der Fidele Bassist“ präsentierte der junge Musiker sein Instrument und riss die Gäste zu Szenenapplaus hin. Amy Winehouse wurde unter anderem mit „Valerie“ berühmt, ein Lied, das die Stauffersberger Musikanten brillant interpretierten, bevor Markus Mayr als Bonstetter „Fegerländer“ als Solist die Bühne für sich behauptete.

Die österreichischen Fegerländer sind eine junge volkstümliche Big Band, die auf hohem Niveau böhmische Blasmusik mit moderner Schlager-Big-Band-Musik vermischen. Mit „My Dream“ begeisterte Markus Mayr das fachkundige Publikum, bevor dann die volle Aufmerksamkeit Thomas Förg gehörte, der beim „Solo for Percussion“ das Scheinwerferlicht für sich beanspruchte. Szenenapplaus belohnte auch ihn für tolle Darbietungen bei „King of Swings“ und bewies auch den nicht so versierten Gästen, wie wichtig und brillant Schlagzeug sein kann.

Lang anhaltender Applaus schien nach der ersten Zugabe das Konzert zu beenden. „So kommen die Bonstetter uns nicht davon“, hieß es dann aber von den Musikern selbst. Auch der neue Dirigent bekam Anerkennung ausgesprochen. Bei so viel Lob gab es natürlich gleich noch zwei weitere Zugaben. Zunächst glänzte Roland Fladerer als Solist auf seiner Trompete bei „Wunderland bei Nacht“, bevor der Komponist von „Adelsried Eintausend“ bei seinem Marsch selbst den Dirigentenstab schwang, Kurt Pascher. Nach einem wahren Feuerwerk der Blasmusik ging es dann beschwingt nach Hause. (upu)

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