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Sonnenfinsternis

24.03.2015

Viele Fragen an Augenärzte

Partielle Sonnenfinsternis / Sofi / im Bild Sternwarte Violau/
Bild: Bild Marcus Merk

  Warum der Blick durch eine gelochte Alufolie schmerzhaft ausging

 erunsichert seien eine ganze Reihe von Patienten gewesen, heißt es aus der Augenarztpraxis von Dr. Grit Häußler in Neusäß. Sie vermuteten einen Augenschaden durch die Sonnenstrahlung bei der Sonnenfinsternis am Freitag – festgestellt werden konnte solch ein Schaden in der Neusässer Praxis in keinem Fall. Ähnlich war das bei Augenärztin Dr. Martina Jörges in Stadtbergen.

Viele Nachfragen von Patienten gab es auch in der Praxis von Dr. Thomas Schöllhorn in Diedorf – wobei ein Fall nicht so glimpflich ablief. Der Mediziner berichtet, dass er bei einem Patienten eine Retinopathie solaris, eine Schädigung der Netzhaut durch einen Blick in die Sonne, festgestellt habe. „Der Jugendliche hat durch eine gelochte Alufolie in den Himmel geblickt“, so der Arzt. Das Auge könne sich aber wieder erholen.

Vorab informiert hatten sich die Patienten von Augenarzt Dr. Jens Schneewind in Meitingen und von Augenärztin Dr. Anita Jung in Gersthofen. „Im Vorfeld gab es doch eine Menge von Fragen zum richtigen Schutz – etwa, ob der Blick durch ein Röntgenbild ausreiche“, berichtet die Medizinerin. Jetzt, drei Tage nach dem Himmelsereignis, sei jedoch noch niemand mit einem Schaden zu ihr gekommen. Den würde man auch am selben Tag noch wahrnehmen, erklärt Anita Jung. Und Thomas Schöllhorn ergänzt: Wie bei einem Blick in eine Lampe bleibe auch nach einem Blick in die Sonne ein Lichtpunkt im Blickfeld bestehen – das aber eben für längere Zeit. „Das ist zunächst wie eine Schwellung oder eine Brandblase auf der Haut“, sagt er.

Augenschäden nach der Sonnenfinsternis zeigen sich zwar recht schnell – aber nicht durch Schmerzen. Stattdessen kann das Blickfeld vom Sehzentrum heraus verdunkelt erscheinen oder der Blick einfach nicht mehr so scharf sein. Der Grad der Schädigung richtet sich danach, wie lange und intensiv der Betroffene in die Sonne geschaut hat.

Gerade in den Schulen war am Freitag genau darauf geachtet worden, dass die Kinder das Spektakel am Himmel zwar genießen können, aber keinen Schaden davon tragen. Die Teleskope in den Sternwarten waren mit Sonnenschutzfolie ausgestattet. (jah)

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