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Langweid

05.07.2018

Viele Neubürger ohne Unterstützung ihrer Familien

Die Erschließung neuer Wohngebiete ist einer der Gründe für das Wachstum der Gemeinde Langweid.

 Trotz großen Wachstums  sieht sich die Gemeinde Langweid auf der Erfolgsspur.

Die Gemeinde Langweid habe alles richtig gemacht, lobte der Fachbereichsleiter der Pädagogischen Jugendhilfe im Landratsamt Augsburg, Hannes Neumeier, die Kommune bei der Vorstellung der neuesten Sozialraumanalyse im Gemeinderat.

Klare Fakten zu den Lebensumständen der Familien im Augsburger Land und deren Problemen spiegeln sich in der seit 1998 alle drei Jahre aufgelegten Datensammlung. Eckdaten zur Wohnsituation und zum Einkommen der Familien gehen ebenso in die Analyse ein wie Zahlen zur Jugendkriminalität und zu den erzieherischen Hilfen, die den Familien angeboten wurden.

Ein ganz einfaches Pflaster sei die schnell wachsende Gemeinde im Norden des Landkreises Augsburg nicht, macht Neumeier klar. Ende 2017 lebten 8024 Bürger in der Gemeinde, bis in sieben Jahren werden es, dank großer Neubauprojekte, beispielsweise am Oberfeld, sicher 8500 Einwohner sein.

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Langweid hat Einwohner aus 59 Nationen

Der Bevölkerungszuwachs wirkt sich bereits heute aus: Es leben viele Neubürger ohne familiäres Unterstützungsnetz in Langweid. Die Kommune hat den landkreisweit höchsten Anteil an Migranten in der Gesamtbevölkerung. Aktuell leben Menschen aus 59 Nationen in der Lechtalgemeinde. Sprachhürden und Integrationsprobleme sind daher alles nichts Neues für Langweid. Und trotzdem ist die Kommune ein Erfolgsmodell in puncto Familienhilfe, zitierte Neumeier aus dem Gutachten.

Die Gemeinde Langweid habe sich schon sehr früh den eigenen Problemen gestellt und dabei auch in Jugendsozialarbeit und Familienhilfe investiert. „Langweid steht sehr gut da“, betonte Hannes Neumeier auf Nachfrage. „Das ist für uns die Bestätigung, dass das, was wir machen, sinnvoll ist“, reichte Bürgermeister Jürgen Gilg das Lob gleich weiter an die Hauptprotagonistin der Sozialarbeit in der Gemeinde.

Die Sozialpädagogin Manuela Schnierle leitet seit der Gründung 2001 das Büro für Kinder- und Familienhilfe, kurz Familienbüro. Für eine niedrige Hemmschwelle ist der Anlaufpunkt ganz bewusst im Erdgeschoss eines der Hochhäuser im Ortszentrum, die als soziale Brennpunkte gelten. Bei ihr fließen auch die Drähte zusammen, was die Integration der vielen Menschen mit Migrationshintergrund betrifft, die in der Gemeinde leben.

Viel Geld fließt vom Landkreis in Jugendhilfeleistungen für Langweider Familien. 407 Euro waren es im Durchschnitt der Jahre 2014-2016 pro Minderjährigem. Dafür bewegt sich Langweid bei den Jugendlichen, die einer Straftat verdächtigt werden, im unteren Mittelfeld aller Landkreisgemeinden (4,1 pro 100 Jugendliche).

Insgesamt sei in Langweid ebenso wie im bayerischen Durchschnitt die Zahl der jugendlichen Straftäter rückläufig, so Hannes Neumeier weiter.

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