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Landkreis Augsburg

27.02.2014

Vier Rocker aus dem Landkreis auf Tournee

Die vier Rocker von links nach rechts: Andreas Köhler, André Heindel, Manuel Koutecky und Johannes Wolfert.
Bild: Agentur

Wie die Band Elusive Silence den Sprung vom Bandkeller auf die Bühne geschafft hat.

Sie waren jung, wild und Sänger in einem Gospelchor. Das passt nicht zusammen? Stimmt. Deswegen beschlossen André Heindel und Manuel Koutecky, Rockmusik zu machen. Jetzt sind sie seit über zehn Jahren mit ihren zwei Kollegen Johannes Wolfert, genannt Jony, und Andreas Köhler die Rockband Elusive Silence. Der Name heißt übersetzt „flüchtige Stille“. „Am Anfang waren Musiker wie Brian Adams, Bon Jovi oder U2 unsere Vorbilder. Später wurde unser Sound härter, was wohl daran lag, dass sich unsere Beziehungen gefestigt haben und wir dann weniger Stoff für dramatische Balladen hatten. Natürlich ist für mich als Gitarrist Jimi Hendrix das größte Vorbild“, grinst Jonny.

Für ihre Alben gründete André extra ein Plattenlabel

Sänger André erzählt, dass sie den Bandnamen zufällig ausgewählt haben und er kann so interpretiert werden, dass es bei ihnen nie leise wird. Die Band hat angefangen in Manus Keller zu proben und fast direkt selbst geschriebene Songs gespielt. In Jugendhäusern und beim Band des Jahres Wettbewerb 2002 gaben sie ihre ersten Konzerte. Der Frontmann lacht: „Wobei die Band des Jahres-Sache nie so unser Ding war. Das hat einfach nicht gepasst.“

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Aufgrund der großen Nachfrage nach einer CD nach den Konzerten fingen die Jungs 2008 an, ihr erstes Album aufzunehmen. André, der gelernter Tontechniker ist, baute ein provisorisches Tonstudio in dem damaligen Probenraum auf und dort nahm die Band ihre erste CD auf. Schon das erste Album habe er unter seinem eigen Label „Musikflut“ produziert. Die Plattenfirma hat André extra zu diesem Zweck gegründet. „Das erste Album war ein wichtiger Schritt zur Findung unseres eigenen Sounds, da wir viel ausprobieren konnten“, sagt Jonny.

Vor dem zweiten Album kam mit dem neuen Bassisten Andreas Köhler aus Batzenhofen neuer Wind in die Band. „Ich hatte schon so viele weitere Songs geschrieben, also haben wir nur um die drei Mal geprobt. Alles hat gepasst. Dann haben wir angefangen, das Album Nummer zwei ,Alive’ aufzunehmen“, erzählt der Frontmann. Neben den Aufnahmen hatte die Band auch an ihrer Internetpräsenz gearbeitet und eine kleine Tour zum zweiten Album geplant. Der Sänger, der sich auch um die Auftritte und Buchungen kümmert, bemerkte, dass auf einmal alles flüssiger lief. Er denkt, das liegt hauptsächlich an der neuen Homepage. Eine kleine Tournee durch die Region gibt es auch: Es sind ein bis zwei Konzerte pro Monat geplant.

Das Highlight der Tour soll das Konzert im Augsburger Abraxas am Samstag, 12. April, werden. Die Musiker haben sich für diesen Standort entschieden, weil die Bühne sehr professionell ausgestattet und auch im Unterschied zu dem Podest in einem kleineren Klub eine richtige Bühne sei, sagt André. Danach sind die Rocker unter anderem noch in Herbertshofen und Wertingen unterwegs.

Die vier Jungs feierten schon U2 hinter der Bühne

Die Liebe zu Konzerten ist nicht einseitig. Der Sänger aus Augsburg erzählt von ihrem besten Konzerterlebnis: „U2 haben im Olympiastadion in München gespielt. Das Konzert war ausverkauft, also standen wir hinter dem Stadion im strömenden Regen, um von einem Bekannten durch die Hintertür geschmuggelt zu werden. Wir wurden sehr panisch, als Bono im Stadion das Lied ,Vertigo’ anstimmte, und wir immer noch nicht drin waren. Doch mein Bekannter kam dann, warf den Jungs und mir irgendwelche Pässe um den Hals und führte uns durch den Backstagebereich, vorbei am Buffet bis in den Innenraum. Am Ende spielten sie noch einmal den ersten Song, als ob sie gewusst hätten, dass wir ihn verpasst haben.“

„Wir selbst sind eine absolute Liveband. Die Alben gehören einfach nur dazu, damit die Leute was für die Zeit haben, wenn wir nicht irgendwo auf einer Bühne stehen“ sagt André. Er liebt es, das Publikum auf seine Seite zu ziehen und seit die Alben im Umlauf sind, geht das immer besser. Ende Januar im Bistro Gaslight in Haunstetten sei dies besonders aufgefallen. „Wir haben ganze drei Stunden gespielt, das Adrenalin hat gekocht und die Menge ist abgegangen“, erzählt André

Jonny: „Wir haben das Rad nicht neu erfunden. Wir spielen einfach ,nur’ Rockmusik, so wie sie Spaß macht.“ Er ist sich mit seinem Frontmann nicht einig, was passieren würde, falls sie doch einmal richtig großen Erfolg haben. „Wir sind alle 30 Jahre oder älter, haben Familie oder Beziehung. Ich weiß nicht, ob ich die Chance ergreifen würde“, sagt der Gitarrist. André hingegen würde sich die Chance auf keinen Fall entgehen lassen, will sich aber erst Gedanken machen, wenn es soweit ist. Da ist er Realist.

Kontakt, Konzertinfos und Tickets: Im Internet: www.elusivesilence.de oder per E-Mail: info@elusivesilence.de

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