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Gersthofen

12.10.2014

Viereinhalb Jahrzehnte Stadt und Partnerschaft

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4 Bilder
Kettenkarussell und Vergnügungspark – das strahlende Herbstwetter lockte viele große und kleine Besucher auf die Gersthofer Kirchweih.

Jubiläum Seit 1969 ist Gersthofen kein Dorf mehr. Grund für die Bürger, mit Franzosen aus Nogent gemeinsam zu feiern

Gersthofen Auch wenn es heuer kein „rundes Jubiläum“ ist – Grund zum Feiern war der 45. Jahrestag der Stadterhebung für die Gersthofer am Wochenende allemal. Vor allem, wenn es sich mit dem Kirchweihfest verbinden lässt. Mit einem Festakt im Kirchweihzelt gedachte Bürgermeister Michael Wörle des 7. Juni 1969. „Damals überreichte der bayerische Innenminister Bruno Merk dem Bürgermeister Karl Weiß die Stadturkunde.“ Gleichzeitig wurde im Jahr 1969 auch noch gefeiert, da das Gemeinwesen, das heute alle als Gersthofen kennen, seinen 1000. Geburtstag feierte.

Michael Wörle ging auf einige wesentliche Daten ein, beispielsweise den Bau des Paul-Klee-Gymnasiums im Jahr 1971. Ein Jahr darauf wurde die Hauptschule (heute Mittelschule) in Betrieb genommen – und am Freitag, 42 Jahre später, fand der Spatenstich für den Nachfolgebau der in die Jahre gekommenen Schule statt. „Bildung und Gersthofen waren immer eine wichtige Klammer – Kultur und unsere Stadt gehören zusammen.“

Ein wichtiger Einschnitt, der die Entwicklung Gersthofens vom Straßendorf zur florierenden Stadt erst ermöglichte, war die Einweihung der neuen B 2, wie der Bürgermeister betonte. Er verwies auch darauf, dass die blutjunge Stadt schon am Anfang 9 Millionen Mark Schulden hatte – ein starker Kontrast zu den gut 50 Millionen Euro, die Gersthofen heute auf der hohen Kante hat.

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Michael Wörle machte allerdings deutlich: „Wir in der Politik können nut die Rahmenbedingungen schaffen, das Leben hauchen unserer Stadt die Einwohner ein.“

Glückwünsche aus Frankreich brachte Jean-François Dardenne, der Bürgermeister der Gersthofer Partnerstadt Nogent-sur-Oise. Aus gutem Grund: Denn diese Partnerschaft wurde ebenfalls im Jahr der Stadterhebung 1969 geschlossen, wird also auch schon 45 Jahre lang mit Leben erfüllt. „45 Minuten ist die Dauer einer Halbzeit im Fußball – und im Fußball ist eine Halbzeit genug für die Deutschen, Brasilien und Frankreich zu besiegen“, sagte Dardenne augenzwinkernd und auf Deutsch. Er bekräftigte seine „Treue zur Städtepartnerschaft Nogent – Gersthofen“ und jubelte „Es lebe Deutschland!“.

Momentaufnahmen aus der Stadtgeschichte liefert noch bis zum 24. Oktober im Rathausfoyer die Ausstellung „45 Jahre Gersthofen im Spiegel der Presse“. Sie zeigt Aufnahmen der beiden Fotografen unserer Zeitung Fred Schöllhorn und Marcus Merk, welche die Entwicklung der Stadt von 1969 bis heute mit ihren Kameras begleitet haben. Sie ist zu den Rathausöffnungszeiten zu sehen.

In all die Freude mischte der Bürgermeister auch besinnliche Gedanken und erinnerte an den vor einigen Wochen verstorbenen langjährigen Stadtrat und Festwirt Alois Binswanger. „Es wären sein Traum gewesen, seinen 80. Geburtstag am 4. Oktober hier im Festzelt zu feiern.“ Dies habe er nicht mehr geschafft. „Aber ich bin sicher, wo er jetzt ist, gibt es auch ein Festzelt und er wird dort, wie auf Erden auch von Tisch zu Tisch gehen“, so Wörle weiter.

Er selbst hatte nach Angaben von Brauereichef Sebastian Priller sen. „ein Trainingscamp für alle neuen Bürgermeister zum Fassanstich“ absolviert. So gelang Wörle seine erste Kirchweiheröffnung im Anschluss an den Festakt auch souverän mit drei Schlägen auf das erste Fass und nur einer kleinen Menge vergossenen Biers. "Bericht Seite 1

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