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Betreuung

03.01.2017

Vierer-Team hilft Flüchtlingen

Das Team Asyl der Diakonie in Gersthofen (von links): Ira Bodenmüller, Armen Saigh, Susanne Buchele-Noone und Johannes Moeske.
Bild: Diana Riske, Diakonisches Werk

In Gersthofen wurden mehrere Projekte gestartet

Flüchtlinge unterstützen, in den Unterkünften und darüber hinaus - das ist Aufgabe des Referats Migration im Diakonischen Werk Augsburg (DWA). In Gersthofen ist das DWA mit einem vierköpfigen Team vor Ort vertreten.

Ira Bodenmüller ist als Asylsozialarbeiterin unter anderem in der Unterkunft in der Ziegeleistraße tätig. Unterstützung erhält sie dabei von Armen Saigh, der als Assistenzkraft arbeitet: „Er ist vor allen Dingen bei der Sprache eine große Hilfe“, so Bodenmüller. Als Arabisch-muttersprachler hilft Saigh etwa den Syrern im Haus dabei, Formulare auszufüllen und Anträge zu stellen, Termine bei Ärzten oder Ämtern zu vereinbaren und Plätze in Integrationskursen zu finden und zu vermitteln.

Das zweite Zweierteam bilden Susanne Buchele-Noone und Johannes Moeske. Buchele-Noone ist als Bundesfreiwillige tätig und unter anderem für das „Clariant-Projekt“ zuständig. Sie begleitet anerkannte männliche Flüchtlinge, die in Wohngemeinschaften in drei Wohnungen zusammenleben, die die Stadt Gersthofen von der Firma Clariant angemietet hat.

In diesen Wohnungen hat jeder sein eigenes Zimmer, Wohnzimmer, Bad und Küche teilen sich die Bewohner. „Die Männer sind froh, wieder ein eigenes Zuhause zu haben, das sie selbst prägen können“, so Buchele-Noone, die auch erste Ansprechpartnerin für die ehrenamtlichen Wohnungspaten ist, die jede WG hat. Sie vermitteln bei Problemen, helfen den Bewohnern, das Leben in einer Wohngemeinschaft und den Umgang mit der deutschen Wohnkultur zu erlernen und unterstützen sie – gemeinsam mit Susanne Buchele-Noone – bei der Suche nach eigenem Wohnraum. Angesichts des angespannten Mietmarktes ist dies die größte Herausforderung.

Buchele-Noones Kollege Johannes Moeske leitet aufseiten der Diakonie das Clariant-Projekt und ist als Freiwilligenkoordinator zudem für Ehrenamtliche und solche, die es werden wollen, zuständig. Mit seinem Büro, das sich anfangs im Rathaus befand, ist er inzwischen ins Trettenbachhaus (Johannesstraße 4) umgezogen.

Die vier Diakoniemitarbeiter treffen sich einmal im Monat zu einer Steuerungsgruppe, zu der außerdem Karin Hoyer von der Familienstation Gersthofen gehört. Manchmal kommt auch Stadträtin Barbara Lamprecht dazu oder Diakon Christian Wolf von der evangelischen Bekenntniskirche, der maßgeblich am Aufbau der Freiwilligenarbeit im Bereich Asyl in Gersthofen beteiligt war. (AL,lig)

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