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21.11.2016

Vogelgrippe im Kreis Augsburg: Vertrauen in Kontrollen hat gelitten

Die Vogelgrippe breitet sich aus. Immer mehr bayerische Landkreise sind betroffen.
Bild: Roland Weihrauch/dpa (Symbolbild)

In Deutschland gibt es immer mehr Fälle der Vogelgrippe - auch im Kreis Augsburg. Die Behörden reagieren - doch das Vertrauen in Lebensmittelkontrollen hat gelitten.

Ausgerechnet kurz vor dem Fest grassiert die neue Vogelgrippewelle. Bis sie das Augsburger Land erreicht haben würde, war nur eine Frage der Zeit. Jetzt ist es eben passiert und Behörden sowie Geflügelhalter tun ihr Möglichstes, um die Tierseuche einzudämmen.

Das Schlagwort vom „Hausarrest für Hühner“ mag putzig klingen, doch dahinter verbirgt sich bitterer Ernst. Und der Verbraucher? Ist dem jetzt der Appetit auf die Weihnachtsgans vergangen? Nicht nur Wildtiere wie Enten sind an dem Virus verendet, sondern auch Nutztiere. In Schleswig-Holstein zum Beispiel hat es einen Geflügelhof mit 30000 Tieren erwischt.

Vogelgrippe ist kein Grund zur Panik

Zwar betonen die Behörden, dass der jetzige Virus für Menschen ungefährlich sei. Gleichzeitig ist aber nicht ausgeschlossen, dass er sich durch Mutationen verändert. Und nach den Skandalen der jüngeren Vergangenheit, die sich im Zusammenhang mit Lebensmittelkontrollen ereigneten, dürfte das Vertrauen der Bürger in dieses Instrument der Behörden gelitten haben.

Dennoch besteht kein Anlass zur Panik: Wer Lust auf einen Gänsebraten hat, kann zugreifen – am besten bei einem regionalen Erzeuger, der weiß, wo der Vogel herkommt. Und wem der Appetit vergangen ist? Es muss nicht immer Fleisch sein.

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