1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Von 100 Eingeladenen kommen nur 13

Festakt

20.04.2019

Von 100 Eingeladenen kommen nur 13

Mehr als im vergangenen Jahr, aber, nach Meinung von Bürgermeister Peter Högg, noch nicht genug junge Leute kamen zur Jungbürgerfeier.
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Warum Diedorfs Bürgermeister Peter Högg sich dennoch freut und was er den Jungbürgern mit auf den Weg gibt

Bei den Jugendlichen sind sie offenbar nicht gerade der Renner – die Jungbürgerfeiern. So auch in Diedorf. Dort hatten sich alle, die im vergangenen Jahr das 18. Lebensjahr vollendet hatten, rargemacht. 100 Jugendliche waren eingeladen worden, aber nur 13 kamen. Dennoch freute sich Bürgermeister Peter Högg. Immerhin war dies schon eine Verbesserung zum Vorjahr, als letztlich nur drei erschienen waren.

Die Verantwortlichen der Marktgemeinde hatten sich Gedanken gemacht, wie sie es erreichen können, dass mehr junge Menschen zu dieser Veranstaltung kommen. Deshalb wurden heuer auch Eltern und Freunde der zu Ehrenden mit eingeladen, um damit eine eventuelle Hemmschwelle abzubauen und die Feier abzurunden.

Die erste mögliche Scheu wurde den 18-Jährigen bereits bei der Begrüßung von Bürgermeister Peter Högg und einigen Gemeinderäten genommen. Bei einem Gläschen Sekt lernte man sich in lockerer Atmosphäre im Pfarrsaal der St. Adelgundis kennen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

„Es sind die Begegnungen und die Menschen, die das Leben lebenswert machen“, zitierte Högg den französischen Schriftstellers Guy de Maupassant bei der anschließenden offiziellen Feier. Er betonte, dass es für ihn eine große Freude sei, den jungen Menschen zu begegnen und mit ihnen das Erreichen der Volljährigkeit noch einmal zu würdigen. Außerdem wies Högg seine Gäste darauf hin, dass sie mit dem Erreichen der Volljährigkeit neue Rechte und Pflichten haben. Er animierte sie, Verantwortung in ihrem Leben und in der Heimatgemeinde zu übernehmen. Auch von ihrem Wahlrecht sollten sie Gebrauch machen. Högg: „Es ist heute wichtiger denn je, sein Stimmrecht zu nutzen.“

Er riet den Jungbürgern, den Jugendtreff der Marktgemeinde zu besuchen, dort engagierte Jugendliche kennenzulernen und an den Veranstaltungen teilzunehmen oder sich selbst einzubringen. Auch in den Diedorfer Vereinen seien sie jederzeit willkommen, um dort ihre Freizeit zu verbringen und sich zu engagieren. „Niemand weiß, was in ihm drinsteckt, solange er nicht versucht hat, es herauszuholen“, zitierte er den Schriftsteller Ernest Hemingway. Es sei wichtig, sich einzubringen und zu beteiligen, sagte Högg, bevor er die Urkunden und ein Geschenk der Gemeinde überreichte. Musikalisch umrahmt wurde der kleine Festakt von der Diedorfer Sängerin Nadine Süssenbach, begleitet am Klavier von ihrer Gesangslehrerin Dobrochna Payer. Süssenbach, die selbst zu den Jungbürgern zählte, begeisterte mit der „Widmung“ von Robert Schumann, „I’m a Person Too“ von Leonard Bernstein sowie Arien aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
MMA_0520.jpg
Neusäß

Gibt es 70 neue Wohnungen mitten in Westheim?

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden