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Allmanshofen-Holzen

11.12.2017

Von Kunsthandwerk bis geistliche Anregung ist alles geboten

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 Schwester Katharina führte die Besucher in den Klostergarten.

Advent Der Markt in Holzen stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Entschleunigung. Und das kam bei den Besuchern durchaus an.

 

Allmannshofen-Holzen Beschaulichkeit, „Entschleunigung“, Lichterglanz und Musik erwartete die Besucher am Wochenende in Kloster Holzen beim Advents- und Handwerksmarkt. Schon die Kulisse des Klosterhofes mit einem kleinen Budendorf und im Zentrum der große beleuchtete Christbaum bot ein besonderes Flair. Weitab vom Vorweihnachtstrubel genossen die zahlreichen Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung gemütliche Adventsstunden zwischen Handwerkskunst, kulinarischen Leckereien, Geselligkeit und Musik.

Sonntag wurde es ungemütlich

War das Wetter am Samstag noch sonnig-frostig kehrte am gestrigen Sonntag unter dauerhaftem Schneefall dann echte Winterstimmung ein.

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In den etwa 25 liebevoll dekorierten Verkaufsständen präsentierten Handwerker hübsche Dinge und ausgefallene Kostbarkeiten aus ihren Werkstätten – für diejenigen, die Geschenke suchten oder um sich selbst eine Freude zu bereiten. Geschnitzten Krippenfiguren, Modestücke aus Filz, Glaskunstartikel oder Adventsgestecke war nur ein kleiner Teil dessen, was der Markt zu bieten hatte.

Groß war das Interesse auch an den Unikaten aus den Förderwerkstätten des Dominikus-Ringeisenwerks, die im Klosterladen zum Verkauf standen. Hier waren Sterne aus Weidengeflecht, getöpferte Engel oder auch Birnensaft aus dem Klostergarten gefragt. Zu erwerben gab es auch die Ergebnisse ehrenamtlicher Fleißarbeit – der gute Zweck schwingt auf dem Adventsmarkt alljährlich mit. Lebkuchen, Marmelade und Handgestricktes verkauften Mitglieder des Vereins „Ugandahilfe Nordendorf“ für ihr Projekt „Krankenstation Bukomma“, und dessen Vorsitzender Ferdinand Pfützner freute sich zusammen mit vielen Mitstreitern über reichlich Kundschaft.

Weihnachtliche Düfte im Klosterhof Holzen

Weihnachtliche Düfte zogen über den Platz. Etwa von Dampfnudeln der jungen Leute des „Juze“ Allmannshofen, von Lebkuchen der Förderwerkstätten oder vom Bratapfelglühmost der Ehinger Vereine. Neben Bummeln und Zeit für nette Gespräche bot der Markt auch Kultur, Spirituelles und Geschichte. Pünktlich zum Auftakt am Samstagnachmittag wartete ein besonderer Gast auf Interessierte.

Schwester M. Katharina Wildenauer, Generaloberin der St. Josefskongregation, war aus dem Mutterhaus Ursberg angereist und lud ein zur „Klosterrunde“ ein. „Holzen, wo noch vier Franziskanerinnen leben, liegt mir sehr am Herzen“ betonte sie in ihren Grußworten. Sie ließ die Gäste bei ihren Erzählungen eintauchen in die Geschichte des Klosters und nahm sie mit zu besonderen Orten wie den Salzburger Saal, die historische Bibliothek, ins Chorgestühl der Kirche und in den Klostergarten.

Wer wollte, konnte bei der von der Hotelleitung organisierten Führung „Tradition trifft Moderne“ am Sonntag noch Weiteres über das im Jahr 1150 gegründete Kloster erfahren und einen Blick in das Tagungshotel werfen, wo sich Tradition, Spiritualität und modernes Design vereinen.Lokale Musikgruppen unterhalten

Was wäre der Holzener Adventsmarkt ohne Musik? Eingebunden in das Rahmenprogramm waren drei Konzerte in der Klosterkirche, die besondere Klangerlebnisse boten: Das Vokalensemble QuintenZirkel, das Madrigal-Ensemble Helmut Maschke sowie das Bläserquintett brasspur. Die positive Resonanz auf die Konzertreihe darf wohl als deutliches Zeichen gewertet werden, dass viele Menschen diese Verbindung schätzen. „Die Sehnsucht nach adventlicher Idylle wird gestillt, wenn sich die Klosterkirche mit Musik füllt“, schwärmte etwa Besucherin Maria Schmieder aus Gersthofen.

Info: Der Advents- und Handwerksmarkt öffnet am kommenden Wochenende noch seine Pforten: Samstags von 14 - 20 Uhr und sonntags von 11 - 20 Uhr. Die Kirchenkonzerte beginnen jeweils um 18 Uhr: Samstag, 16. Dezember, mit „Schwäbische Weihnacht“ – ein musikalische Lesung mit Johannes Hitzelberger und dem Lauterbacher Dreigesang. Am Sonntag, 17. Dezember, heißt es „Ehingen singt und klingt im Advent“.

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