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Landkreis Augsburg

23.10.2018

Vor dem Schulstart zur Untersuchung nach Augsburg?

Bisher findet die Schuleingangsuntersuchung im Landkreis Augsburg dezentral in den Kindergärten statt, nur manche Kinder müssen noch einmal bei einem Schularzt im Gesundheitsamt vorgestellt werden.
Bild: Marcel Kusch, dpa

Das Gesundheitsamt überlegt, die Eingangsuntersuchung nicht mehr in Kindergärten anzubieten. Was das für Eltern bedeutet.

Müssen Eltern aus dem Landkreis Augsburg ihre Kinder zur Schuleingangsuntersuchung künftig zum Gesundheitsamt nach Augsburg bringen? Über diese sogenannte zentrale Untersuchung, die im Landkreis Aichach-Friedberg nun bereits umgesetzt wurde, wird im Gesundheitsamt diskutiert. Die dort tätige Ärztin Dr. Kirsten Höper erklärt: „Seit vielen Jahren und auch aktuell noch läuft es so, dass sozialmedizinische Assistentinnen in Kindergärten rausfahren und die Kinder dort untersuchen. Ob das auf Dauer weiter so durchführbar ist, muss man sehen.“

Unter anderem personelle Probleme führten im Nachbarlandkreis dazu, die Untersuchung von den Kindergärten zentral ins Gesundheitsamt in Aichach zu verlegen. Kirsten Höper sagt: „Wegen Personalknappheit haben auch wir bereits überlegt, ob es besser wäre, die Untersuchungen im Gesundheitsamt in Augsburg durchzuführen.“

Für die Arbeitsabläufe im Gesundheitsamt wäre es einfacher

Dafür sprächen noch weitere Vorteile. So müssten bisher beispielsweise einige Kinder ohnehin an einem gesonderten Termin zum Schularzt ins Gesundheitsamt gebracht werden, etwa wenn eine Frage offen bleibt oder die U9-Untersuchung noch nicht vorliegt. „Hier vor Ort im Amt könnte man das in diesen Fällen zwangloser handhaben“, sagt Höper. Auch für die Arbeitsabläufe im Gesundheitsamt wäre es einfacher, Vorschulkinder zentral untersuchen zu lassen und zukünftig keine sozialmedizinischen Assistentinnen mehr sämtliche Kindergärten im Landkreis samt Untersuchungszubehör einzeln anfahren zu lassen.

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Andererseits bietet auch die Untersuchung in den Kindergärten Vorteile: „Die Eltern haben eine kurze Anfahrt, die sozialmedizinischen Assistentinnen haben mit den Betreuern Ansprechpartner vor Ort.“ Diese sähen schließlich – im Gegensatz zum medizinischen Personal – die Entwicklung eines Kindes im zeitlichen Verlauf. „Bei den Untersuchungen ist es oft abhängig von der Tagesform des Kindes, wie wir es einschätzen“, erklärt Höper.

Entscheidung steht noch nicht abschließend fest

Obwohl immer mehr Gesundheitsämter ihren Arbeitsablauf auf Untersuchungen im Amt umstellen, sieht Höper dennoch auch Nachteile: „Gerade in einem Flächenlandkreis wie unseren mutet man den Eltern schon einiges zu, wenn sie jeweils vom äußersten Zipfel des Landkreises nach Augsburg fahren müssen.“ Ob die Untersuchung in Zukunft tatsächlich zentral in Augsburg stattfindet und falls ja, ab wann, steht Höper zufolge derzeit noch nicht abschließend fest. „Im aktuellen Untersuchungszeitraum, also bis zur nächsten Einschulung, werden wir die Schuleingangsuntersuchungen sicher noch weiterführen wie bisher.“

Nicht nur der Ort der Untersuchung wird sich mittelfristig wahrscheinlich ändern, sondern auch ihr Ablauf. Ab 2019/2020 soll schrittweise in ganz Bayern die Schuleingangsuntersuchung vom sogenannten Gesundheits- und Entwicklungsscreening im Kindergartenalter (Gesik) abgelöst werden.

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