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Gersthofen

25.03.2020

Vor der Stichwahl: Freie-Wähler-Promis sticheln

Muss in die Stichwahl: Gersthofens Bürgerrmeister Michael Wörle
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Muss in die Stichwahl: Gersthofens Bürgerrmeister Michael Wörle
Bild: Marcus Merk

Plus Sie gehören zur selben Partei, doch sie waren Konkurrenten: Warum sich Markus Brem vor dem Wahlsonntag nicht für Michael Wörle ausspricht.

Markus Brem weiß schon, dass das Ärger geben wird. Aber: „Mit Schwierigkeiten muss man leben können“, sagt der einstige Vorsitzende der Freien Wähler im Landkreis Augsburg, der sich auch vor der Stichwahl in Gersthofen nicht für den Kandidaten der Freien Wähler aussprechen mag.

Für die bevorstehende Stichwahl verzichtet Brem, der selbst als Bürgermeisterkandidat der neuen Liste „Bewegung Zukunft“ einen für ihn enttäuschenden 7,3-Prozent-Stimmenanteil erzielte, auf eine direkte Wahlempfehlung. Die Gersthofer brauchten keine Empfehlung von einem Wahlverlierer, sagt er.

Stichwahl in Gersthofen: Wer Poppe und wer Wörle unterstützt

So zurückhaltend ist nicht jeder in der von Brem als Spitzenkandidat angeführten neuen Gruppierung. Deren zweiter Stadtrat Max Lenz hat sich öffentlich für seinen alten Kumpel Max Poppe ausgesprochen, der für die CSU das Bürgermeisteramt anstrebt. Amtsinhaber Michael Wörle, der von Freien Wählern, SPD und Grünen nominiert wurde, wird vor der Stichwahl dagegen von Pro Gersthofen unterstützt, während sich WIR raushält.

„Legitim“ findet Brem, dass Lenz sich für Poppe ausgesprochen hat. Seine eigene Zurückhaltung begründet der Hirblinger, der vor sechs Jahren noch für die FW als Landrat kandidiert hatte und für die Partei im schwäbischen Bezirkstag sitzt, wie folgt: „Für mich ist es fast zweitrangig, wer Bürgermeister wird.“ Wichtig seien die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat, wo künftig sieben Gruppierungen vertreten sind: Der Bürgermeister kann nur dann stark im Rathaus wirken, wenn er eine stabile Mehrheit im Rücken hat“.

Bürgermeister reagiert kurz angebunden

Der um sein Amt kämpfende Rathauschef Wörle, der künftig zusammen mit Brem der Kreistagsfraktion der Freien Wähler angehören wird, reagiert auf die Äußerungen seines Parteifreundes kurz angebunden: „Dann nehme ich das zur Kenntnis.“ Wörle war schon von Brems Kandidatur alles andere als entzückt gewesen.

Nicht zu hoch hängen will den Streit der zwei FW-Promis der Freie-Wähler-Kreisvorsitzende Tobias Kunz. „Dass es zwischen den beiden nicht harmoniert, ist doch kein Geheimnis,“ sagt Kunz. Wenn erst einmal die Corona-Krise vorbei sei, werde man sich sicher zusammensetzen und reden. Wörle wird dann immer noch Bürgermeister sein, sagt zumindest Brem: „Ich glaube, er gewinnt.“

Hier erfahren Sie mehr über den Endspurt im Gersthofer Wahlkampf zwischen Rathauschef Michael Wörle und seinem Herausforderer Max Poppe.


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