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Meitingen

22.02.2021

Vorwurf der Bestechung: Früherer Lechstahl-Chef ab Dienstag vor Gericht

Am Dienstag startet das sogenannte Lech-Stahlwerke-Verfahren vor dem Landgericht in Augsburg. Es geht um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe und Bestechungsgelder.
Bild: Marcus Merk (Archivfoto)

Plus Der einstige Spitzenmanager soll mehrere Hunderttausend Euro an Bestechungsgeld kassiert haben. Insgesamt sitzen drei Männer auf der Anklagebank.

Vor der 15. Strafkammer des Landgerichts in Augsburg beginnt am Dienstag das sogenannte "Lech-Stahlwerke-Verfahren". Auf der Anklagebank sitzen ein ehemaliger Geschäftsführer des Unternehmens, 55, sowie der Geschäftsführer einer Unternehmensgruppe, 45, und dessen Steuerberater. Das Trio soll neben einem bereits verstorbenen Mann im Mittelpunkt von kriminellen Machenschaften stehen, bei denen einer der größten Arbeitgeber im nördlichen Landkreis Augsburg massiv geprellt worden ist.

Laut Anklage sollen die zwei angeklagten Geschäftsführer bei Bauvorhaben der Lech-Stahlwerke überhöhte Rechnungen bzw. Rechnungen für nicht erbrachte Leistungen der Unternehmensgruppe ausgestellt bzw. freigegeben haben. Daraus soll ein Bestechungslohn in Höhe von insgesamt 830.000 Euro entstanden sein.

Es geht um Steuerhinterziehung in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro

Der frühere Lechstahl-Chef soll dafür Bestechungsgelder von 765.000 Euro sowie eine hochwertige Küche für knapp 60.000 Euro erhalten haben. Dem 45-jährigen Geschäftsführer und seinem Steuerberater wird darüber hinaus Steuerhinterziehung in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro vorgeworfen. Darüber hinaus lauten die Anklagepunkte auf Bestechung bzw. Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr sowie Untreue beziehungsweise Beihilfe dazu.

Für das Wirtschaftsstrafverfahren sind 19 Verhandlungstage angesetzt. Ihm gingen umfangreiche Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft voraus, die durch die Anzeige eines geschädigten Unternehmens ausgelöst worden waren. Seit einer Razzia im Frühjahr 2020 sitzen die drei Männer in Untersuchungshaft. Zwei mutmaßliche Mittäter erwartet ein Verfahren vor dem Amtsgericht.

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