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Meitingen

04.01.2017

Wähler müssen sich umstellen

Die beiden Stimmbezirke in der Hauptschule Meitingen – unser Bild zeigt die Turnhalle bei den Kommunalwahlen 2008 – werden künftig zusammengefasst. 
Bild: Archivbild: Marcus Merk

In Meitingen gibt es ab dem nächsten Wahltermin neue Stimmbezirke und Wahllokale. Was die vielen Briefwähler mit den Neuerungen zu tun haben.

Schon seit Jahrzehnten hat Therese Gerblinger aus Erlingen bei Wahlen ihren Stimmzettel in der Schule, die jetzt „Alte Schule“ heißt, ausgefüllt. „Das war immer ein netter Treffpunkt am Wahlsonntag“, erinnert sie sich. Doch bei den nächsten Wahlen muss sich die Erlingerin ebenso umstellen wie viele andere Bürgerinnen und Bürger aus Meitingen und Herbertshofen. Denn die Wahlbezirke wurden in Meitingen, Erlingen und Herbertshofen neu gefasst. Als Grund dafür nennt Bürgermeister Michael Higl auf Anfrage unserer Zeitung den hohen Anteil an Briefwählern.

Dies sei ein Trend, der schon länger anhält. Der Nachteil: In den einzelnen Stimmbezirken bleiben nur wenig Wähler übrig. Die Folge ist viel Leerlauf in den Wahllokalen. Deshalb biete es sich an, so Higl, größere Einheiten zu bilden. „So braucht man auch weniger freiwillige Helfer bei den Wahlen“. Bisher seien bei Wahlen in Meitingen jeweils zwischen 120 und 150 Personen im Einsatz gewesen.

Auch andere Kommunen, wie zum Beispiel Memmingen, gehen nach Erkenntnissen von Higl diesen Schritt und bildeten größere Stimmkreise mit bis zu 1000 Wählern. Heuer beginne mit den Bundestagswahlen ein neuer großer Wahlzyklus. Die Bundestagswahl sei am leichtesten zu zählen und deshalb am besten geeignet, Erfahrungen mit den neuen Stimmbezirken zu machen. Längere Warteschlangen befürchtet der Bürgermeister durch die Zusammenlegung nicht. Nach wie vor gebe es auch in jedem Ortsteil ein Wahllokal.

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Den größten Wahlbezirk bilden künftig nach Angaben von Hauptamtsleiter Bruno Höfer die beiden zusammengefassten Bezirke im Ortsteil Erlingen mit rund 1100 Wahlberechtigten. Ihr Wahllokal ist die Gymnastikhalle beim Sportheim, nachdem die alte Schule zu einem Haus für Kinder umgebaut wurde.

Im Ortsteil Herbertshofen wurden zwei Wahlbezirke gebildet gegenüber bisher dreien. Dem katholischen Pfarrheim werden dabei bestimmte Bereiche (Mozart- und Schubertstraße sowie Mühlstraße) aus dem wegfallenden Stimmbezirk „Turnhalle Herbertshofen“ zugeschlagen. Der restliche Stimmbezirk kommt zum Wahllokal in der Aula der Schule Herbertshofen. Die Aula habe dann künftig etwa 920, das Pfarrheim rund 880 Stimmberechtigte. Höfer: „Hier werden aber künftig die Erweiterungen des Neubaugebietes zu Buche schlagen“.

Im Ortsteil Meitingen, wo es bisher sieben Wahlbezirke gab, sollen es künftig nur noch fünf sein:

Gemeindehalle: So werden die beiden Stimmbezirke in der Gemeindehalle zu einem zusammengefasst, geben aber das Gebiet südlich der Bernhard-Monath-Straße an das evangelische Pfarrheim und die Donauwörther Straße an die Grundschule ab; der Wahlbezirk „Gemeindehalle“ hat dann künftig cirka 740 Wahlberechtigte. Hier sei aber in naher Zukunft mit beträchtlichem Zuwachs zu rechnen, betont Höfer, weil die Neubaugebiete an Werner-von-Siemens-Straße, Donauwörther und Lichtenberger Straße in diesem Wahlbezirk liegen.

Evangelisches Pfarrheim: Der Wahlbezirk „evangelisches Pfarrheim“ erhält neben den oben erwähnten Anteilen aus dem Bezirk „Gemeindehalle“ noch das Gebiet um den Adolf-Kolping-Ring und weist künftig rund 840 Stimmberechtigte auf.

Kindergarten Der Wahlbezirk „Kindergarten Meitingen“ erhält ebenfalls Anteile hinzu (Ratiborer-, Marienbader-, Karlsbader- und Breslauer Straße), muss aber auch einige abtreten (Adolf-Kolping-Ring, St.-Wolfgang-Straße). Damit kommt er dann auf etwa 770 Stimmberechtigte.

Hauptschule Die beiden Stimmbezirke in der Hauptschule werden ebenfalls zu einem zusammengefasst und treten die Bereiche Ratiborer-, Marienbader-, Karlsbader- und Breslauer Straße ab. Die Zahl der Stimmberechtigten liegt künftig bei rund 720. Hier sei aber mit Zuwachs aus der Bebauung an der Hauptstraße und auf der Schlosswiese zu rechnen, so Höfer.

Grundschule Der Stimmbezirk „Grundschule“ erhält die Donauwörther und St.-Wolfgang Straße hinzu und wächst auf etwa 830 Stimmberechtigte an. Zuwächse sind in naher Zukunft auch durch die Neubauten in den beiden hinzugekommenen Straßen zu erwarten. Allerdings liegen im Bereich des Wahlbezirks auch die beiden großen Seniorenwohnanlagen, bei denen der Anteil an Wählern, die ins Wahllokal gehen, gering ist.

In den anderen Ortsteilen bleibt die Einteilung der Wahlbezirke unverändert.

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