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Gersthofen

31.03.2020

Wahl 2020: Wer bekommt im neuen Gersthofer Stadtrat Ämter?

Ab Mai tagt der neu gewählte Stadtrat im Gersthofer Rathaus. Da gibt es noch mehrere Posten zu besetzen.  
Bild: Archivfoto: Marcus Merk

Plus In Gersthofen wollen die Parteien und Gruppierungen erst beraten, wer jeweils Sprecher wird.  Das gilt auch für die Bürgermeister-Stellvertreter.

Seit zwei Wochen steht die künftige Besetzung des Gersthofer Stadtrats fest, seit der Stichwahl ist klar: Michael Wörle (parteilos) konnte sein Mandat als Rathauschef gegen Herausforderer Max Poppe (CSU) verteidigen. Doch wie geht’s nun weiter? Bis zur konstituierenden Sitzung des Stadtrats im Mai müssen einige Weichen gestellt werden. Manches wird sich ändern.

Wie berichtet, errang die CSU neun Mandate und konnte den Stand halten, den sie seit der Wahl 2014 hatte. Auch die Freien Wähler mit sechs, die SPD mit vier und Pro Gersthofen mit zwei Stadtratsmandaten blieben konstant. Von sieben Mandaten auf künftig vier schrumpft die Gruppierung W.I.R. im Gersthofer Stadtrat. Dafür legten die Grünen um ein Mandat auf drei zu. Auf Anhieb in das Gremium schaffte es mit zwei Mandaten die neue #BewegungZukunft.

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Neue Fraktionsvorsitzende für Gersthofens CSU und Freie Wähler

Doch weitere Äderungen zeichnen sich ab. So brauchen sowohl die Freien Wähler als auch die CSU neue Fraktionsvorsitzende: Denn Bernhard Happacher (FW) schaffte es nicht mehr in den Stadtrat. Der bisherige CSU-Fraktionsvorsitzende hatte sich allein auf den Bürgermeisterposten konzentriert und war nicht mehr auf der CSU-Liste für den Rat angetreten. Er scheidet, wie er unserer Redaktion erklärte, komplett aus der Politik aus.

Manfred Buck, der bei der Wahl für die CSU-Fraktion die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte, war bisher Zweiter Bürgermeister. Ob er dies in der neuen Ratsperiode wieder sein wird, ist derzeit offen. Die bisherige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sandra Meitinger will sich gegenüber unserer Redaktion zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht über Personalien äußern. „Wir werden zunächst intern in unserer Fraktion absprechen, wie wir uns weiter aufstellen. Wir haben bisher einen respektvollen Umgang gepflegt und werden das auch künftig versuchen“, so Sandra Meitinger.

Sondierungsgespräche beginnen

Wer bei den Freien Wählern die Nachfolge Bernhard Happachers im neuen Gremium antreten wird, steht nach Angaben des FW-Ortsvorsitzenden Reinhold Dempf noch nicht fest: „Wir beginnen mit Sondierungsgesprächen.“ Dempf, der in den vergangenen sechs Jahren auch das Amt des Dritten Bürgermeisters innehatte, weiß ebenfalls derzeit noch nicht, ob ihm auch künftig diese Funktion bleibt.

Ähnlich sieht es bei der SPD aus, die bisher eine gemeinsame Fraktion mit den Grünen im Gersthofer Stadtrat gebildet hat. Fraktionsvorsitzender ist bislang Peter Schönfelder (SPD). „Ob ich das bleibe – die Entscheidung ist noch nicht getroffen“, erklärt er. „Ich hab den Auftrag von den Kollegen sowohl von Grünen als auch SPD, einen gemeinsamen Termin zu vereinbaren, wo wir das absprechen werden“, so Schönfelder. Er sei auch schon von mehreren Kollegen angesprochen worden, ob er weiter Fraktionsvorsitzender bleiben möchte. „Das würde ich gerne machen.“ Neben einer gemeinsamen, dann siebenköpfigen SPD/Grünen-Fraktion, ist allerdings jetzt auch eine zweite Variante möglich: Weil die Grünen nun drei Stadträte stellen, haben sie auch die Stärke, um eine eigene Fraktion zu stellen. „Doch wir haben mit Rot-Grün keine schlechten Erfahrungen gemacht“, sagt Schönfelder.

W.I.R. entscheidet erst im Mai

Erst im Mai über die Fraktionsvorsitzenden entscheiden will die Gruppierung W.I.R.: „In den letzten Tagen gab es keine Fraktionssitzungen“, erklärt der bisherige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Fendt. „Wir werden versuchen, eine Videokonferenz zustande zu bringen, denn das Coronavirus macht unsere politische Arbeit nicht einfacher.“ Und was macht die neue #BewegungZukunft, die künftig zwei Stadträte stellt. „Es ist derzeit nicht ausgeschlossen, dass wir uns einer Fraktion anschließen“, erklärt Max Lenz. „Aber da ist noch kein Wort gesprochen.“ Offen sei auch, ob eine Gruppierung mit zwei Mandaten einen Sitz in den Ausschüssen bekommen soll. Dies war 2014 zu Beginn der jetzt auslaufenden Ratsperiode zugunsten von Pro Gersthofen beschlossen worden. Eine entsprechende Entscheidung müsste der neue Stadtrat im Mai fällen, wenn er eine Geschäftsordnung beschließt.

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