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Welden

29.03.2020

Wahl in Welden: Wähler schicken Stefan Scheider in ein neues Büro

Stefan Scheider ist Bürgermeister in Welden.

Plus Der 43-jährige Stefan Scheider gewinnt die Stichwahl in Welden klar - und muss sich nun um seine Nachfolge im Bauamt kümmern.

Am Ende war es eine klare Sache. Mit gut 65 Prozent der Stimmen hat Stefan Scheider (FWV/WiR) die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Welden gewonnen und tritt die Nachfolge von Peter Bergmeir, des dienstältesten Rathauschefs im Landkreis Augsburg, an.

Bereits kurz vor 19 Uhr stand das Ergebnis fest und der Sieger Scheider las es zu Hause am Computer. Erste Gratulantin war Ehefrau Manuela, kurz danach stand das Telefon bei dem 43-Jährigen schier nicht mehr still. Scheider wollte im Verlauf des Abends noch ein Video ins Netz stellen, in dem er sich bei seinen Unterstützern und den Wählern bedankt.

Coronakrise lässt keine Feier zu

Mehr an Feierlichkeiten ließ die aktuelle Corona-Situation nicht zu. „Ich hätte nicht geglaubt, dass das Ergebnis so deutlich ausfällt. Schließlich hatte ich in Günter Lewentat (Bürgergemeinschaft) einen sehr starken Gegner,“ sagte Scheider in einer ersten Reaktion gegenüber unserer Redaktion.


Der angesprochene Lewentat erlebte den Wahlausgang ebenfalls zu Hause. Seine erste Reaktion: „Ja mei, das ist halt so.“ Er habe den deutlichen Vorsprung, den Scheider schon nach dem ersten Wahlgang hatte, nicht mehr aufholen können. Vor zwei Wochen war Scheider in Welden auf 46,6 Prozent gekommen und hatte damit deutlich mehr Stimmenanteile als Günter Lewentat mit 29,9 Prozent und Christopher Huttner (CSU) mit 23,5 Prozent der Stimmen.

Mit 73,9 Prozent lag die Wahlbeteiligung noch einmal etwas höher als vor zwei Wochen. Unterm Strich gaben 1464 von 3088 Wahlberechtigten (von denen 2283 abstimmten) Scheider ihre Stimme. Die Tücken der Briefwahl meisterten die Weldener gut, lediglich 1,4 Prozent der Stimmen waren ungültig. Auf Lewentat entfielen in absoluten Zahlen 786 Stimmen.

Lewentat: Wahlkampf in Welden war sehr fair

Der Unterlegene tröstete sich mit seinem Gemeinderatsergebnis. Bei der dortigen Wahl habe er die meisten Stimmen erhalten. Der Wahlkampf habe Spaß gemacht und sei sehr fair verlaufen. Nun müsse man nach vorne schauen. Lewentat: „Jetzt geht es weiter. In der Klinik werde ich auch gebraucht.“ Der 56-Jährige ist leitender Medizinisch-Technischer-Radiologieassistent an der Uniklinik und für rund 70 Mitarbeiter verantwortlich.

Dem kommenden Weldener Bürgermeister Stefan Scheider steht dagegen ein Abstieg bevor – räumlich gesehen, wie er am Sonntag mit einem Lachen sagte. Denn das Chefbüro im Rathaus liegt ein Stockwerk unter Scheiders jetzigem als Leiter des Bauamtes in der Verwaltungsgemeinschaft Welden, zu der neben der Marktgemeinde noch Bonstetten, Emersacker und Heretsried gehören. Scheider ist zuversichtlich, dass sich für seine Nachfolge bald eine Lösung finden wird.

Ein paar Gedanken habe man sich schon vor dem heutigen Wahlabend gemacht, verrät er, entscheiden müsse das dann aber die Verwaltungsgemeinschaft. Deren Vorsitzender ist bis zu einer Neuwahl der noch bis Ende April amtierende Bürgermeister von Welden, Peter Bergmeir (SPD). Er war nicht mehr angetreten.

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