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Kommunalpolitik

12.11.2019

Wahlen: Kein Gegenkandidat für Higl in Sicht

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Die Freien Wähler halten sich aber ein Hintertürchen offen. Die SPD hat sich dagegen schon entschieden

Bei den Wahlen im März nächsten Jahres wird Meitingens Bürgermeister Michael Higl vermutlich keinen Gegenkandidaten haben. Weder die Freien Wähler noch die SPD haben derzeit die Absicht, Higl den Posten streitig zu machen.

Fabian Mehring, Fraktionssprecher der Freien Wähler und Landtagsabgeordneter, erklärte: „Uns geht es um das Beste für Meitingen.“ Seine Gruppierung wolle nicht aus parteitaktischen Gründen demjenigen, der in der Summe einen guten Job mache, den Posten streitig machen.

Gleichzeitig machte Mehring aber klar, dass er und seine Gruppierung sich letztlich in der Bürgermeister-Kandidatur-Frage noch nicht ganz entschieden hätten. Das hänge nun von den nächsten Gesprächen ab, erklärte Mehring.

In diesen werde es unter anderem um den Investitionsstau in Meitingen gehen, sagte Mehring. Die Freien Wähler wollen, dass mehr gestaltet und weniger verwaltet werde. Das teilten sie nach einer Haushaltsklausur ihrer Gruppierung in einer Pressemitteilung mit. Dabei diagnostizierten die Kommunalpolitiker dem Mittelzentrum im Lechtal eine „wachsende Diskrepanz zwischen guten Ideen und tatsächlicher Umsetzung“. Um den anstehenden Aufgaben gerecht werden zu können, empfehlen die Freien Wähler dem Bürgermeister zudem personelle Verstärkung in der Verwaltung.

Ziel der Freien Wähler ist es, nach den Wahlen die stärkste Fraktion zu stellen. Derzeit verfügt die FW-Fraktion über neun Sitze, die CSU/JBU über zehn Sitze, die SPD über vier Sitze und die Grünen über einen Sitz.

Die SPD stellte am Freitag ihre Kandidatenliste für den Marktgemeinderat auf (ausführlicher Bericht morgen). Werner Grimm, Fraktionschef und Zweiter Bürgermeister, erklärt: „Wir haben 24 Kandidaten und kriegen die Liste voll.“ Einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten haben die Sozialdemokraten nicht. „Wir sind mit der Arbeit von Bürgermeister Michael Higl (CSU) zufrieden. Solange es nur den CSU-Kandidaten gibt, sehen wir keine Veranlassung, einen eigenen Kandidaten aufzustellen“, sagte Grimm.

Übrigens: Auch bei der Wahl im Jahr 2014 hatte Michael Higl keinen Gegenkandidaten. Damals entfielen 92 Prozent der Stimmen auf ihn. Higl hatte allerdings bei der Wahl zuvor im Jahr 2008 ein Wechselbad der Gefühle erlebt, als er bei der Stichwahl mit dem knappen Vorsprung von nur 18 Stimmen gewann.

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