Newsticker

Corona-Neuinfektionen mit 23.449 Fällen leicht über Vorwochenniveau
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Warm einpacken heißt die oberste Narren-Devise

Landkreis Augsburg

12.02.2018

Warm einpacken heißt die oberste Narren-Devise

So friert man nicht so schnell: Diese beiden Zuschauerinnen beim Weldener Faschingsumzug haben „sich in die Wiege gelegt“. Die Narren hatten sich am Faschingswochenende wieder viel für die Kostümierung einfallen lassen.
Bild: Marcus Merk

Bei den Faschingsumzügen und Auftritten der Garden müssen sich alle gegen die winterlichen Temperaturen wappnen. Was die Geheimrezepte sind.

Im Bikini treten die Tänzerinnen der Narrneusia in dieser Saison auf – und das auch bei Minusgraden oder eiskaltem Wind wie am Wochenende. Mit hautfarbenen Ganzkörperanzügen, die kaum zu erkennen sind, und natürlich viel Bewegung versuchen sich die Frauen einigermaßen warm zu halten. „Ab Temperaturen unter null Grad wird es hart für uns“, sagt Sprecherin und Gardenmitglied Alexandra Ritscher.

Die Scheinwerfer auf der Bühne würden nach ihrem Eindruck bei Auftritten nicht mehr so viel Wärme abgeben wie früher. Richtig „super“ findet die Gardetänzerin die beheizten Lkw, die auf dem Augsburger Rathausplatz zum Umziehen aufgestellt werden. Nicht nur die Garden, auch die Zuschauer müssen sich gegen die Kälte wappnen. Den kalten Temperaturen zum Trotz waren Tausende Narren zum Faschingsumzug nach Welden gekommen. Das beliebteste Kostüm war die dicke Winterjacke. Auf Funktionsunterwäsche, mehrere Schichten von dünnen Leggings und Strumpfhosen schworen hingegen Gabi und ihre Freundinnen, die in kurzen Tüllröckchen unterwegs waren. Ihr Tipp: einfach bei Stimmungsmusik richtig abtanzen. Dennoch waren Tierkostüme bei diesem nasskalten Wetter der Renner. Hier kann einfach nichts schiefgehen, denn die Plüschkostüme halten warm und darunter lässt sich noch jede Menge Wäsche verstecken. So auch bei Lukas. Er trägt unter seinem „Pelz“ Jeans und T-Shirt, denn er möchte anschließend noch im Zelt weiterfeiern. „Und da wird es garantiert heiß.“

Irgendetwas zwischen Regen und Schnee war das, was zeitweise beim Umzug in Zusmarshausen am Sonntag vom Himmel kam. Da kommt es auf die richtige Vorbereitung an, das ist der Trick einer Gruppe Zuschauer, die aus Landensberg (Landkreis Günzburg) gekommen waren. Alle haben sich als Inka-Indianer angezogen. Ski-Unterwäsche unten drunter und auch drüber am besten Zwiebellook, das heißt, möglichst viele Schichten – dann macht auch das Wetter nichts aus. Und vorher gab’s für alle eine heiße und scharfe Gulaschsuppe.

Überhaupt: Manchmal liegt es auch am Zuschauer selbst, wenn es ihm kalt wird. Das zumindest deutet die Sprecherin des Faschingswagens der Laugnataler Faschingskracher etwa zur Halbzeit des Zusmarshauser Umzugs an: „Wenn jemandem kalt ist, dann ist das ein schlechtes Zeichen, denn das bedeutet, dass er nicht genug mitgemacht hat“, so ihre Analyse in Richtung Publikum.

Die Zahl der Erkälteten halte sich noch in Grenzen und Ausfälle wegen Krankheit gebe es heuer bei der Gersthofer Lechana noch gar keine, berichtet Reinhold Dempf. Bei der Kürze der Faschingszeit sei das Durchhalten leichter.

Temperaturmäßig müssen sich die Garden in der Faschingszeit auf ziemliche Unterschiede einstellen. Beim Auftritt der Narrneusia im Titania-Bad in Neusäß ist es so warm, dass die Narren wiederum ganz schön ins Schwitzen kommen …(kräm, jah, kar)"Aufgefallen

Mehr über die Umzüge in Welden, Zusmarshausen und das närrische Treiben in Gersthofen lesen Sie heute auf den "Seiten 3, 7 und 9

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren