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Neusäß-Steppach

29.06.2017

Warum die Wasserwacht so erfolgreich ist

Fließwasserübung unter schwierigen Bedingungen im Augsburger Eiskanal.
Bild: Gerlinde Weidt

Einsatzgruppe des Roten Kreuzes gibt es in Steppach seit 40 Jahren. Sie leistet mehr als nur Schwimmübungen für Kinder.

Die Wasserwacht Steppach nimmt das Bismarckturmfest zum Anlass, um ihr 40-jähriges Jubiläum zu feiern. Neben unterhaltsamen Attraktionen werden zum Festakt auch Ehrengäste erwartet, darunter der Neusässer Bürgermeister Richard Greiner sowie Landtagsabgeordneter Johannes Hintersberger.

Anlass der Gründung der Ortsgruppe Steppach vor 40 Jahren war die Eröffnung des örtlichen Hallenbades. Bis heute ist das Schwimmbad zentraler Trainingsort aller Aktiven. Rund 250 Mitglieder zählt die Ortgruppe, etwa 160 von ihnen sind 16 Jahre alt oder jünger. Von den ersten Schwimmversuchen der „Planscher“ bis hin zu anspruchsvollen Ausbildungen zum Rettungsschwimmer oder Wasserretter hält die Wasserwacht ein breites Angebot vor: Kinder erlernen das sichere Schwimmen und Tauchen, trainieren auf Wettkämpfe und absolvieren diverse Abzeichen. Zudem bietet die Wasserwacht Erste-Hilfe-Kurse und die Sanitätsausbildung für Jugendliche und Erwachsene an.

Bemerkenswert ist die Jugendarbeit, die sich auch in zahlreichen guten Platzierungen der Teams widerspiegeln. So konnten die Steppacher in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Jahrgangsstufen mehrfach die schwäbische Meisterschaft für sich entscheiden und als Vertreter des Kreisverbands Augsburg-Land vier Mal in Folge den Sepp-Linder-Pokal holen. Dank dieser guten Leistungen sind sie seit sieben Jahren bei den bayerischen Meisterschaften im Rettungsschwimmen vertreten. Bei den diesjährigen bayerischen Meisterschaften erreichte die Stufe 3 (14 bis 16 Jahre) einen hervorragenden 4. Platz, die Stufe 1 (acht bis zehn Jahre) belegte den siebten Platz. Die Erwachsenen gewannen bei ihrer ersten Teilnahme in dieser Altersstufe den dritten Platz und holten einen Pokal auf Landesebene.

Für Kinder und Jugendliche organisiert die Wasserwacht Steppach attraktive Gemeinschaftsaktionen, wie das Pfingstzeltlager. Alle zwei Jahren beteiligt sich die Ortsgruppe an der Aktion „Abenteuer Siedeln“, einem Großzeltlager der schwäbischen Wasserwachten und des Jugendrotkreuzes mit rund 500 Teilnehmern. Neben dem Freizeitspaß wird dort auch politische Bildung vermittelt. „Unsere Jugendarbeit funktioniert nach dem Prinzip groß kümmert sich um klein“, erklärt Tobias Neubaur, Ortsvorsitzender der Wasserwacht Steppach. „Sobald die Jugendlichen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, binden wir sie ein.“ Im zusätzlichen theoretischen Unterricht werden die Kinder spielerisch an die diversen Aufgaben der Wasserwacht heranführt.

Da die Wasserwacht des Roten Kreuzes Teil des Rettungsdienstes ist, gehört auch die Schnelleinsatzgruppe dazu. Sie beteiligt sich an der Suche nach Vermissten zum Beispiel in der nahegelegenen Schmutter oder kommt bei Unfällen oder Katastrophen zum Einsatz. Aktive und Jungaktive übernehmen regelmäßig Wachtdienste in Stegen am Ammersee, in Kiel an der Ostsee und in diesem Jahr erstmals auch am Bodensee. Außerdem unterstützen die Steppacher seit zwei Jahren die Ausbildung von Rettungsschwimmern in Marokko. Des Weiteren übernimmt die Ortsgruppe Hintergrunddienste für die betreuten Wohneinrichtungen in Neusäß und Steppach.

Um im Notfall richtig reagieren zu können, werden in Zusammenarbeit mit den 14 Ortsgruppen des Rotkreiz-Kreisverbands Augsburg-Land regelmäßig Übungen an Gewässern im Umland organisiert, um die Bergung von Verunglückten unter realistischen Bedingungen zu proben. Auch die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren dient dazu, im Ernstfall schnell und effektiv helfen zu können. Doch bei allem Ernst kommt der Spaß nicht zu kurz.

„Wir sind eine aktive Gruppe mit einer lebendigen Gemeinschaft, haben Spaß am Helfen und sind stolz auf unsere 40-jährige Geschichte“, so Tobias Neubaur. (AL)

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