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Neusäß

26.11.2020

Warum eine Pferdezucht in Hainhofen (noch) nicht genehmigt wird

Ein Unternehmer möchte in Hainhofen wieder Pferde züchten. Doch noch gibt es eine Hürde zu überwinden.
Bild: Petra Eckerl, stock.adobe.com (Symbolfoto)

Plus In Hainhofen möchte ein Unternehmer Pferde züchten. Dafür will er ein altes Anwesen umbauen. Der Stadtrat in Neusäß sagt Ja. Doch jetzt gibt es eine Hürde.

Der Mehrheit der Neusässer Stadträte im Bauausschuss hatte die Idee gefallen: Ein Unternehmer aus dem Donau-Ries möchte eine alte Stallanlage direkt an der Schmutter umbauen und dort wertvolle Pferde züchten. Sollten alle Fachstellen Ja sagen, würden auch sie dem Bauantrag die Zustimmung nicht verweigern, so das Ergebnis der Beratungen im vergangenen Dezember. Doch nun ist etwas Unvorhergesehenes geschehen.

Denn eine der beteiligten Behörden hat dem Projekt bislang ihre Zustimmung verweigert. Wie Bauverwaltungsleiter Gerald Adolf jetzt zunächst im Bau- und nun auch im Planungs- und Umweltausschuss der Stadt berichtete, hat das Landratsamt mitgeteilt, dass das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) das Vorhaben aktuell nicht als privilegiert ansieht. Das bedeutet: Es wird nicht als finanziell unabhängiger landwirtschaftlicher Betrieb gesehen. "Das hat uns schon überrascht", so Bürgermeister Richard Greiner. Der Unternehmer betreibt nämlich bereits einen ganz ähnlichen Hof, der als privilegiert gilt, im Landkreis Donau-Ries.

Satzung für den Pferdehof in Hainhofen wird es nicht geben

Doch nur solch ein privilegiertes Unternehmen könnte im Außenbereich zwischen Hainhofen und Neusäß die alten Gebäude wieder nutzen. Allein eine Außenbereichssatzung könnte das Vorhaben doch noch genehmigungsfähig machen, teilt das Landratsamt der Stadt Neusäß mit. Doch die wird es nicht geben, hat der Ausschuss jetzt klargemacht. Denn solch eine Satzung dürfe nicht nur für ein einzelnes Vorhaben aufgestellt werden, so SPD-Gemeinderat Ralph Glaß.

Zweiter Bürgermeister Wilhelm Kugelmann (CSU) fügte die Meinung des Bauausschusses an: Im Außenbereich dürften allein privilegierte landwirtschaftliche Betriebe bauen, etwas anderes käme nicht infrage. Inge Steinmetz-Maaz (FW) sieht das Vorhaben "so oder so" als nicht genehmigungsfähig an. Allein Margit Kießling (AfD) wollte nach einer Möglichkeit suchen, das Projekt dennoch ermöglichen zu können. Am Ende war das Ergebnis aber einstimmig: Die Privilegierung ist notwendig. Vielleicht ändere sich die Einschätzung des AELF ja einmal, so der Bürgermeister.

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