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07.11.2017

Was Landwirte von der Sperrung halten

Meitinger Gemeinderat fordert befristete Sondergenehmigungen

Die Ankündigung, dass im kommenden Jahr die Lechbrücke zwischen Meitingen und Thierhaupten wegen Bauarbeiten mehrere Monate gesperrt werden soll, bewegt weiterhin die Region um Meitingen und Umgebung. Eine Berufsgruppe, die darunter besonders leiden wird, seien Landwirte, sagt der Meitinger Landwirt und Gemeinderat Johann Pröll ( CSU). Ihm und seinen Berufskollegen aus Waltershofen, Ostendorf und Westendorf, die auch auf der östlichen Seite des Lechs Flächen bewirtschafteten, stünden harte Zeiten bevor, warnt er.

Wie berichtet, sollen 2018 die drei Brücken über den Lech, den Lechkanal und den Lechflutgraben erneuert werden. Zwar hat das Staatliche Bauamt angekündigt, zwölf Stunden pro Tag und auch zumeist samstags zu arbeiten.

Doch an der Vollsperrung der Strecke, die täglich von rund 10000 Fahrzeugen genutzt wird, ändert das zunächst einmal nichts. Pendler, Schüler, Rettungsfahrzeuge und freilich auch alle anderen müssen dann weite Umwege in Kauf nehmen.

Pröll sagt deshalb: „Im Zeitraum der Sperrung ist eine Sondergenehmigung für die Nutzung der Feldwege östlich des Lechs bei Thierhaupten oder Langweid unbedingt notwendig.“ Aber auch einen weiteren Vorschlag, dem Chaos ein Schnippchen zu schlagen, hat Pröll schon seit längerer Zeit parat. „Da auf der Staatsstraße 2045 die Kurve an der Ausfahrt aus Waltershofen einen besonders großen Gefahrenpunkt darstellt, ist diese Stelle besonderes für landwirtschaftliche Fahrzeuge zu einem großen Unsicherheitsfaktor geworden.“ Sollte laut Pröll eine Vollsperrung auf Grund der Brückensanierungen unumgänglich sein, könnte während der Straßensperre an dieser Ortsein- und Ortausfahrt ein Kreisverkehr eingerichtet werden.

Damit könnte ein großer Beitrag für mehr Verkehrssicherheit geleistet werden. Darüber hinaus, ergänzt der Ostendorfer Landwirt, könnte man mit diesem Schritt auch eine mögliche Erschließung der südlich gelegenen Flächen für ein Gewerbegebiet ins Auge fassen. „Die planungsrechtlichen Grundlagen dafür wurden je bereits gelegt“, erklärt der Meitinger CSU-Marktgemeinderat. (peh)

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