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Ehingen

26.02.2018

Was Regenwürmer über die Zukunft wissen

Die Fischerhütte von Lotti und Lumpi wird zum Orakel-Tempel. Was sagen die Regenwürmer im Topf wohl über die Zunkuft?
Bild: Monika Matzner

Die Theaterfreunde Ehingen spielen das humorvolle Stück „RegnWurmOrakl“. Dafür erhalten sie Applaus vom Publikum und vom Autor selbst.

Wenn Lachen gesund ist, dann ist das diesjährige Stück der Ehinger Theaterfreunde Therapie – die Premiere des Drei-Akters „RegnWurmOrakl“ bot dem Publikum erfrischend-humorvolle Stunden. Standen die Theaterfreunde kürzlich noch bei der Cold Water Challenge für den guten Zweck im Eiswasser des Ehinger Käserbachs, ging es nun auf der Bühne im Gasthof Zum Oberen Wirt heiß her. Zukunftsschauerei, Verfolgungsjagden, Liebe und Missverständnisse boten eine feine Mischung aus Situationskomik und amüsant-derben Szenen.

Die Rollen waren den Laienspielern auf den Leib geschrieben, sie überzeugten mit charakterechten Darstellungen. Zur Premiere konnte Spielleiterin Martina Belli einen besonderen Gast begrüßen: Autor Ralph Wallner, Verfasser des Theaterstücks. Aus München war er angereist, um sich die Inszenierung seines „RegnWurmOrakls“ anzusehen. Er sparte nicht mit lobenden Worten: „Tolle Schauspieler, die mit Herzblut dabei sind, dazu ein grandioses Bühnenbild mit viel Liebe zum Detail. Ich bin begeistert.“

Darum geht es in dem Theaterstück

Die Theaterfreunde entführten ihr Publikum an den Ortlfinger Weiher. Dort haust in einer schäbigen Fischerhütte mit „aparter Innenausrichtung“ das Pärchen Lotti und Lumpi (Angelika Gump-Kienmoser und Gerhard Schmid). Die beiden leben davon, was sie gerade in die Finger bekommen. Eines Tages taucht Jungbauer Hans Hasenfuß (Michael Ostermeier) auf, der auf der Suche nach seinem leiblichen Vater ist. Gerne möchte er dem Lumpen-Pärchen finanziell unter die Arme greifen, ein Regenwurm-Orakel soll helfen. Diese Idee macht die Hütte quasi über Nacht zur Hochburg für Vorhersehungen. Das halbe Dorf springt darauf an und zahlt auch fleißig dafür.

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Leider läuft der Versuch ordentlich aus dem Ruder, dafür sorgen auch der Zasterschorsch (Andreas Heindl), die Schank-Zenz (Andrea Schormair), die Nachbarinnen Mumien-Reserl (Andrea Kottmair) und Huaberin (Rita Kratzer) sowie die Gickerl-Walli (Theresa Kuchenbaur) und der Gockerl-Willi (Anton Köbinger/Hubert Keßler).

Starkes Team auch hinter der Bühne

Hinter der Bühne agiert ein starkes Team, damit die Spieler bei ihrem Auftritt glänzen. Als Souffleusen sind Kerstin Egetemeir, Martina Keßler und Iris Harms im Einsatz, für die Maske sorgt Melanie Heindl mit Team.

Den häufigen Szenenbeifall in der turbulenten Handlung und am Ende einen kräftigen Schlussapplaus hatten sich die Theaterakteure mit ihren mimischen Leistungen redlich verdient. Ein Teil des Beifalls galt sicher auch dem prägnanten Bühnenbild, das unter der Regie von Gerhard Schmid geschaffen wurde.

Noch fünfmal bietet sich die Gelegenheit, das „RegnWurmOrakl“ zu sehen: am Wochenende 2./3./4. März sowie am Wochenende 9./10. März. Der Sonntagstermin, 4. März, beginnt um 18 Uhr, alle weiteren Aufführungen um 19.30 Uhr.

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