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Landkreis Augsburg

20.12.2020

Was Schönes fürs geliebte Haustier zu Weihnachten

Auch viele Haustiere bekommen zu Weihnachten Geschenke.
Bild: Janet Ironezi, dpa/Fotolia/privat (Symbolfoto)

Plus Wie Menschen im Augsburger Land ihren eigenen und anderen Vierbeinern zum Fest etwas Gutes tun können. Und über Präsente, die sich nicht eignen.

Schmuck für die Schwiegermutter, ein Gutschein für den Bruder - und ein neues Körbchen für den Hund. Viele Menschen überreichen ihre Weihnachtspräsente nicht nur an die liebsten Zweibeiner, sondern auch an die Vierbeiner. Dabei sind es nicht nur die eigenen Tiere, die profitieren.

Ein Geschenktipp für Hunde: Wintermäntelchen, wie sie Luggi und Rocky (von links) aus Thierhaupten tragen.
Bild: Brigitte Blasel

Als Tierärztin in der Praxis Am Eichenwald in Neusäß weiß Julia Tautenhahn, in welcher Form viele Tierbesitzer ihre Lieblinge verwöhnen wollen: Die einen schenken Leckerlis und besonderes Futter, die anderen kochen gar selbst ein aufwendiges Menü. Doch wie bei den Menschen auch können die ungewohnten und ungesunden Leckereien schnell zu viel werden. Dann kämen die tierischen Patienten häufig mit Magen-Darm-Beschwerden in die Praxen. Abgesehen von Essbarem liege oftmals auch ein Spielzeug für die Katze oder ein Mäntelchen für den Hund unterm Christbaum. Und noch ein Geschenk fällt der Tierärztin ein: "Die Tiere genießen es sehr, wenn die Menschen über Weihnachten viel zu Hause sind.“ Aufgrund der Pandemie und damit einhergehender Einschränkungen fällt der Winterurlaub flach und somit werde es auch weniger Vierbeiner geben, die nach den Feiertagen gestresst sind, weil sie ihre Besitzer vermisst haben, so Tautenhahns Prognose.

Geschenke auch für Tiere, die es nicht so gut haben

Bei Fressnapf in der Meitinger Via Claudia sind es heuer in erster Linie Tierheimbewohner, die an Weihnachten beglückt werden. In dem Fachhandel für Haustierbedarf steht ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum, der mit zahlreichen Kärtchen behängt ist. Auf den Kärtchen zu sehen sind Bilder von Hunden und Katzen aus dem Tierheim Höchstadt. Daneben können die Kunden lesen, was das jeweilige Tier gerne zu Weihnachten hätte. Die Katzen Felicitas und Fanny zum Beispiel wünschen sich Spielbälle, während Hund Lilly gerne ein Sicherheitsgeschirr in Größe L unterm Christbaum hätte.

Marktleiterin Martina Metzger ganz links und ihre Kolleginnen im Meitinger Fressnapf rund um den Wunschbaum für das Tierheim Höchstädt.
Bild: Laura Gastl

Martina Metzger ist Marktleiterin in der Meitinger Fressnapf-Filiale und schildert, wie die Benefit-Aktion abläuft: "Jeder, der gerne etwas spenden möchte, kann sich einen Wunschzettel aussuchen und die Produkte gleich bei uns im Laden kaufen. Dann kommen die Geschenke in unsere große Sammelkiste und werden später für die Tiere abgeholt.“ Das scheint gut anzukommen: Eine Kundin steht vor dem Wunschbaum und legt sich gleich mehrere Kärtchen in den Einkaufswagen, um anschließend im Geschäft nach den gefragten Geschenken Ausschau zu halten. Doch es sind auch die eigenen Vierbeiner, für die Herrchen und Frauchen gerne einmal ein Weihnachtspräsent kaufen – zum Beispiel in Form eines Kratzbaums oder eines neuen Bettchens, wie Mitarbeiterin Bettina Ettinger erzählt.

Die ein oder andere Karotte mehr darf es für die Pferde auf der Reitanlage von Familie Schachner in Ottmarshausen sein. Insgesamt leben dort im Stall 75 Pferde – darunter eigene Tiere und auch Pensionstiere. Zur Adventszeit hat Ilse Schachner schon oft beobachtet, wie die Reiter ihren Pferden weihnachtliche Mützen aufsetzen. Anschließend werden Fotos geknipst, die dann an sämtliche Bekannte geschickt werden.

Spenden sind das ganze Jahr über willkommen

Genauso wie die Pferde in Ottmarshausen lieben auch die Schweine auf dem Gnadenhof von Doris Rauh in Allmannshofen ihre Karotten. Rauh ist Vorsitzende des Tierrettungsvereins Rüsselheim und lebt auf ihrem Hof unter anderem mit Riesenkaninchen, Gänsen und Hühnern. Sie sagt: "Für die Tiere, die wir vom Schlachter retten, ist jeder Tag Weihnachten.“ Rauh selbst hat den Verein 2009 gegründet, um Nutztieren zu helfen und ihnen einen sicheren Ort zum Leben zu schaffen. Über Futterspenden – zum Beispiel in Form von Äpfeln oder Salat – freut sich die Vorsitzende das ganze Jahr über und nicht nur an Weihnachten. Für die anstehenden Feiertage selbst hat Doris Rauh lediglich einen großen Wunsch: „Es würde mich glücklich machen, wenn die Leute zu Weihnachten auf ihren Braten verzichten würden.“

Auch Adventskalender für Haustiere sind der Renner. Kater „Tigger“ findet es toll.
Bild: Christian Kruppe

Abgesehen davon sollte man Tiere nicht als lebende Geschenke unter den Christbaum legen – davor warnt Heinz Paula als Vorsitzender des Tierschutzvereins Augsburg und Umgebung eindringlich. Stattdessen appelliert er an Vernunft und wahre Tierliebe: "Ein Tier ist ein Lebewesen mit Bedürfnissen, es bedeutet neben Freude vor allem auch Verantwortung und Bindung. Es eignet sich unter keinen Umständen als Weihnachtsüberraschung.“ Trotz der Warnungen vonseiten des Deutschen Tierschutzbundes und verschiedenen Vereinen werden im Januar und Februar alljährlich viele Vierbeiner ins Tierheim gebracht, die zuvor als Geschenk überreicht wurden. Für alle, die nach reiflicher Überlegung bereits einen Vierbeiner zu Hause haben, hat Heinz Paula einen Tipp für die Feiertage: "Am besten schenkt man dem Haustier Zeit und Leckerlis. Aber von Letzterem nicht zu viel!“

Schicken Sie uns ein Foto!

Was schenken Sie Ihrem Haustier heuer zu Weihnachten? Oder was lag voriges Jahr unter dem Christbaum? Bestimmt haben Sie das ein oder andere niedliche Foto davon. Schicken Sie es uns doch per E-Mail an: redaktion.landbote@augsburger-allgemeine.de, Stichwort "Tiergeschenke". Geben Sie dabei bitte Ihren Namen, Ort, eine Kontakt-Telefonnummer an und schreiben Sie uns natürlich, wie Ihr Haustier heißt und welche Vorlieben es hat. Die schönsten Bilder und Geschichten veröffentlichen wie in der Zeitung und in unserer Online-Ausgabe.

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