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Horgau

30.05.2018

Was hinter Fairtrade steckt

Es gibt nicht nur Lebensmittel mit Fairtrade-Siegel, sondern zum Beispiel auch Kleidung.
Bild: Brooke Becker/Fotolia.com

Elisabeth Rennig aus Horgau erklärt, welche Voraussetzungen Fairtrade-Produkte erfüllen müssen und wie man sie gut verschenken kann.

Wenn ich zum Kaffee oder zu einer Geburtstagsfeier eingeladen werde, muss ich seit mehr als einem Jahr nicht mehr lange überlegen, welches Geschenk wohl meine Freundin erfreut. Ich wähle je nach Geschmack oder Bedürfnis einige Fairtrade-Produkte aus und schlage somit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: nachhaltigen Konsum und Hilfe für Kleinbauern.

Für ein kleines Geschenk wähle ich oft Café Latina aus Lateinamerika oder löslichen Bio Hochland-Kaffee aus Äthiopien, beide 100 Prozent Arabica gemahlen, verschiedene Teesorten, Rohrzucker, Honig und diverse Schokoladensorten.

Größere und besondere Geschenke finde ich im „Avocadostore“ im Internet. Hier gibt es Korbtaschen, Juteschuhe, Herren-, Damen- und Kinderbekleidung, Spielzeug, Schulbedarf, Bücher bis Bambuszahnbürsten und vieles mehr.

Ein Online-Spaziergang lohnt sich immer. Da finde ich auch außergewöhnliche Geschenke für jeden Geldbeutel. Ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Make love not waste“ hat mir besonders gut gefallen. Jeder Anbieter begründet für seine Produkte, wie die Nachhaltigkeitskriterien bei ihm erfüllt werden.

Warum ich Fairtrade-Produkte verschenke und natürlich in meinem Haushalt auch selbst verwende? Ich will fair schenken und mit diesen nachhaltigen Geschenken auch die Bauern in den Herkunftsländern unterstützen. Die Produkte und die jeweiligen Herstellungsabläufe müssen sämtliche Fairtrade-Standards erfüllen, dann erst darf das renommierte Fairtrade-Siegel auf der Produktverpackung abgebildet werden. Das finde ich sehr gut.

Wichtige Kriterien für diese fairen Standards sind zum Beispiel:

  • ein Preis, der die Kosten einer nachhaltigen Produktion deckt
  • die Fairtrade-Prämie in Höhe von zehn Prozent des Exportwertes muss Projekte finanzieren, die der Gemeinschaft zu Gute kommen (zum Beispiel Bau einer Schule, einer Krankenstation oder Investitionen in die lokale Infrastruktur)
  • das Verbot von Zwangsarbeit sowie illegaler Kinderarbeit
  • Diskriminierungsverbot
  • Umweltstandards schränken den Gebrauch von Pestiziden und Chemikalien ein und verbieten gentechnisch veränderte Saaten. So sind die meisten Produkte auch gleich Bioprodukte.

Ziel der Fairtrade-Standards ist es, einen verantwortungsvollen Konsum zu ermöglichen und die Lebensumstände in aktuell mehr als 60 Herstellungsländern zu verbessern.

Fairtrade steht für ethisches Handeln, Nachhaltigkeit und Transparenz und schafft eine Verbindung zwischen Produzenten, Handel und Verbrauchern. Mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten leistest man einen direkten Beitrag, das Leben von Landwirten und Beschäftigten sowie deren Familien in den in den Ursprungsländern nachhaltig zu verbessern. Fairtrade ermöglicht nachweislich die Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation von zurzeit, 1,6 Millionen Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Südamerika. Durch den Kauf dieser Produkte leistet jeder Käufer in unserem Land seinen individuellen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklungshilfe. Das ist doch mal was! Es ist auch ausdrücklich erwünscht, die Produkte weiterzuempfehlen.

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