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Heretsried/Holzhausen

22.05.2018

Was ist der Königsweg für die Staatsstraße 2036?

Der Ausbau der Staatsstraße 2036 wird seit Monaten kontrovers diskutiert. (Archivbild)
Bild: Marcus Merk

Landtagsabgeordneter Herbert Woerlein strebt einen Kompromiss an, mit dem alle leben können. Doch wie sieht der aus?

Gibt es einen Königsweg im Streit um den Ausbau der Staatsstraße 2036 zwischen Holzhausen und Heretsried? Der SPD-Landtagsabgeordnete Herbert Woerlein sucht ihn jetzt. Er hatte sich anfangs die Proteste der Ausbau-Gegner angehört: Sie lehnen einen bestandsorientierten Ausbau, so wie ihn das Staatliche Bauamt Augsburg plant, ab. Stattdessen setzen sie sich für eine naturverträgliche Sanierung der über drei Kilometer langen Strecke ein.

Woerlein hat zwischenzeitlich auch mit den Befürwortern des großen Ausbaus diskutiert. Über Gespräche mit allen Beteiligten will er einen Kompromiss finden. Woerlein sagt: „Bei aller Besorgnis um den verschwenderischen Umgang mit Natur und natürlichen Ressourcen, die mich nicht nur in diesem Fall antreibt, muss ich auch zugeben, dass die Bürgermeister zurecht für eine Sanierung der maroden Straße kämpfen.“ Der Abgeordnete hofft, eine Einigung erzielen zu können. Bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung gebe es einen Sieger und leider auch einen Verlierer, das verhärte die Fronten, sagt er.

Kritik an der Haltung der Holzwinkel-Bürgermeister, die vergangene Woche eine Petition in München übergeben hatten (wir berichteten), gab es beim jüngsten Treffen der Ausbau-Gegner. Albert Eding, der Vorsitzende der BN-Ortsgruppe Gablingen/Lützelburg, sagte: Die Bürgermeister „sitzen auf einem hohen Ross, weil sie kompromisslos auf der Straße beharren. Das ist eigentlich eine Missachtung.“ Denn: Der geplante Ausbau findet laut Eding auf der Gemarkung der Stadt Gersthofen und der Gemeinde Gablingen statt. Die beiden Kommunen hatten sich bereits gegen den umfangreichen Ausbau ausgesprochen, die Gersthofer Stadtratsfraktion W.i.r. hatte sogar eine eigene Petition auf den Weg gebracht. Naturschützer Eding gab zu bedenken: „Sie sollten überlegen, gegen wen sie vorgehen.“

Kritik übte auch der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler, Johann Häusler aus Biberbach: Es werde den Menschen im Holzwinkel etwas Falsches suggeriert. Niemand werde abgehängt, wenn es nicht zum Vollausbau kommt. Schließlich gehe es auch auf einer neuen Straße nicht schneller nach Gersthofen oder zur Autobahn.

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