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Asylbewerber

10.04.2015

Was ist nach der Anerkennung?

Gablingen ist auf der Suche nach Wohnungen. Informationen für Unterstützer

Sie gehören inzwischen zum täglichen Bild in den Gemeinden: Asylbewerber, die aufgrund der großen Flüchtlingsströme auf Unterkünfte im Augsburger Land verteilt werden. Nun kommt auf die Gemeinden eine neue Herausforderung zu: Die Asylanträge der ersten Flüchtlinge sind anerkannt worden. Nun müssen Wohnungen für sie gesucht werden.

Ob Sporttraining, ob Gemüseanbau – in Gablingen wurden einige Aktionen für die Asylbewerber auf den Weg gebracht. Außerdem wird Wohnraum gesucht. Derzeit sind laut Petra Ciemala vom Gablinger Familienzentrum in der Gemeinschaftsunterkunft in Gablingen-Siedlung 60 Asylbewerber untergebracht. Die Betreuung wurde inzwischen vom Diakonischen Werk Augsburg übernommen. „Ein Mitarbeiter ist stundenweise vor Ort und kümmert sich um die Menschen und das Gebäude.“ Weil mehrere Asylanträge inzwischen bewilligt worden sind, wird nun dringend günstiger Wohnraum gesucht. Denn anerkannte Flüchtlinge müssen die Asylbewerberunterkünfte verlassen und sich selbst eine Bleibe suchen.

Auch Langweid nimmt weitere Asylbewerber auf. Deswegen hat die Integrationsbeauftragte Manuela Schnierle ein Treffen für Asylsuchende und ehrenamtliche Helfer am Dienstag, 14. April, ab 16 Uhr im Pfarrheim Langweid organisiert. „Von den 100 Asylsuchenden, die heuer erwartet werden, ist etwa die Hälfte bereits angekommen“, so Manuela Schnierle. Bisher stammten sie meist aus Syrien und Nigeria, darunter Familien, die nun dringend Unterstützung brauchten.

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Gerne können daher nicht nur alle Ehrenamtlichen, die sich bisher schon für die Flüchtlinge engagieren, kommen, sondern auch diejenigen, die sich künftig einsetzen wollen. Neben einem Kennenlernen von Helfern und Asylbewerbern gibt’s an diesem Nachmittag Informationen zur Arbeit des Unterstützerkreises. So sollen erste konkrete Projekte vorbereitet werden. Dazu gehören Deutschkurse, Freizeitkurse, Begleitung bei Ämtergängen und Arztbesuchen und vieles mehr. „Wichtig und sehr hilfreich ist für meine Arbeit, dass wir bereits ein paar syrische Familien haben, deren Anträge anerkannt wurden“, sagt Manuela Schnierle. „Diese leisten wichtige Hilfe als Übersetzer für die neuen Flüchtlinge.“

Inzwischen werden in Gablingen und Langweid Aktionen angestoßen, um die Asylbewerber zu integrieren und zu unterstützen. Nach den Osterferien soll etwa für die Gablinger Asylbewerber ein wöchentliches Fußballtraining oder -spiel auf dem Gelände des SV Gablingen angeboten werden. Der Verein stellt Bälle und Trainingsmaterial zur Verfügung. Jetzt wird ein Trainer oder Betreuer gesucht. Ein Beetstreifen im Innenhof des Asylbewerberheims soll mit einem Landschaftsgärtner und den Asylbewerbern bepflanzt werden. Pflanzenspenden werden am Donnerstag, 23. April, von 16 bis 18 Uhr im Freiwilligenzentrum Gablingen entgegengenommen.

in Langweid ist die Integrationsbeauftragte Manuela Schnierle unter der Telefonnummer 08230/690419, mobil 0160/ 97210479 oder E-Mail info@familien-hilfe-langweid.de. Auskünfte in Gablingen geben Petra Ciemala vom Freiwil-ligenzentrum, 08230/8901-31, sowie Karina Ruf 08230/2228.

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