Newsticker

Corona-Pandemie: EU-Länder weiten Einreisebeschränkungen auf Marokko aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Waschbären sind keine heimischen Wildtiere

Kommentar

28.10.2019

Waschbären sind keine heimischen Wildtiere

in Bonstetten ist der Bär los, jedoch kein Braunbär, sondern nur ein Waschbär.
Bild: Klaus Stampfer

Diese Entwicklung hat Forstmeister von Berlepsch im Jahr 1934 sicherlich nicht vorhergesehen.

Der Forstmeister von Berlepsch hatte damals zwei Paare Waschbären im Staatswald der Revierförsterei Asel ( Hessen) ausgesetzt. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs entwichen 25 weitere Tiere aus einer Pelzfarm bei Berlin. Seitdem ist der amerikanische Waschbär als Neubürger in Deutschland heimisch geworden. Und er breitet sich immer weiter aus. Auch im Augsburger Land ist er nun erneut aufgetaucht. Doch willkommen ist der Neubürger nicht.

So niedlich ein Waschbär auch aussehen mag – harmlos ist er nicht. Die rasante Entwicklung zu kontrollieren, ist daher Aufgabe der Jäger. Dies ist ein fester Bestandteil der Hege. Auch wenn der Waschbär keine Lämmer reißt oder Hühner aus dem Stall stiehlt.

Der Lebensraum wird immer knapper

Der Lebensraum wird aufgrund der immer größeren Flächenverdichtung immer kleiner. Und so hart es klingen mag: Diese immer knapper werdenden Flächen gehören nun einmal den heimischen Tierarten und nicht den nordamerikanischen Kleinbären. Was sonst passieren kann, zeigt ein Blick unters Wasser. In unseren Bächen und Flüssen hat sich längst der amerikanische Signalkrebs angesiedelt. Und wo sich dieser Kerl einnistet, ist der heimische Edelkrebs verschwunden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Lesen Sie dazu unseren Artikel: In Bonstetten ist der Bär los

Das könnte Sie auch interessieren:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren