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Wasser: Darum wird in Gersthofen gechlort

Wasser: Darum wird in Gersthofen gechlort
Kommentar Von Christoph Frey
18.10.2019

Statt verbale Beruhigungspillen zu verteilen, sollte die Stadt Gersthofen ihren Bürgern reinen Wein einschenken.

An manchen Stammtischen war das Urteil über Gersthofen in den vergangenen Wochen schnell gefällt: „Das darf doch nicht wahr sein: Zig Millionen auf der hohen Kante, aber eine Wasserversorgung wie ein Entwicklungsland.“

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Das ist in dieser verkürzten Form sicher überzogen und ungerecht, aber ein Stück Wahrheit ist steckt eben doch darin. Gersthofen, diese florierende und rasch wachsende Stadt, die sich oberirdisch ein ehrgeiziges Bauprogramm verordnete, hat seine Wasserversorgung offenbar vernachlässigt. Sicher spielt auch eine Rolle, dass die gesetzlichen Vorschriften deutlich strenger sind als noch vor einigen Jahren. Doch fest steht: Gutachten haben der städtischen Wasserversorgung deutlichen Nachholbedarf bescheinigt und diese Rückstände sind so schnell nicht aufzuholen.

Die Gersthofer Wasserversorgung ist also über einen längeren Zeitraum hinweg nicht sicher und genau deshalb wird gechlort – mit allen unangenehmen Nebenwirkungen. Dieser Zustand kann Monate dauern und wird viel Geld kosten – und genau das sollte Bürgermeister Michael Wörle seinen Bürgern ungeschminkt sagen. Der Rathauschef und auch das Gesundheitsamt haben in den vergangenen Tagen nicht immer glücklich kommuniziert. Statt verbale Beruhigungspillen zu verteilen, sollte die Stadt Gersthofen ihren Bürgern reinen Wein einschenken – auch wenn es ein saures Tröpfchen sein sollte.

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