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Diedorf

08.09.2018

Wasser abkochen lautet weiter die Devise in Diedorf

Bei entsprechendem Chloranteil werden die koliformen Keime, die das Ganze ausgelöst haben, vernichtet.
Bild: Marcus Merk (Symbol)

Die Chlorung in Diedorf schreitet voran. Doch die Arbeiten am Leitungsnetz dauern wohl mindestens bis Jahresende.

Seit Anfang August müssen die Diedorfer ihr Trinkwasser abkochen – seit Mittwoch wird ihm auch noch Chlor zugesetzt. Und das wird wohl auch noch bis mindestens zum Jahresende so bleiben.

Davon geht jedenfalls Diedorfs Bürgermeister Peter Högg aus. Bis auf Weiteres müssen die Diedorfer trotz Chlorung ihr Wasser noch vor dem Genuss abkochen. „Erst muss die erforderliche Chlorkonzentration im gesamten Wasserleitungsnetz nachgewiesen sein“, so Högg. „Aber wir haben schon gute Teile des Netzes erreicht.“ Bei entsprechendem Chloranteil werden die koliformen Keime, die das Ganze ausgelöst haben, vernichtet. „Wenn das so weit ist, kann auf das Abkochen verzichtet werden.“ Dies wollen Marktgemeinde und Gesundheitsamt dann zeitnah bekannt geben.

16 Punkte werden dreimal täglich untersucht

Am Moment wird das Wasser an rund 16 Punkten im gesamten Gemeindebereich dreimal täglich untersucht. Erledigt wird diese Arbeit dem Bürgermeister zufolge durch Mitarbeiter der Gemeindewerke Diedorf sowie des Bauhofs. Die Gemeinde öffnet die Hydranten auch täglich um die Rohre zu spülen, damit das Chlor sich möglichst bald im gesamten Leitungssytem ausbreitet.

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„Wenn das soweit ist, dann können wir an die Beseitigung der Probleme gehen“, so Högg weiter. Wie berichtet, konnte inzwischen herausgefunden werden, dass die Verunreinigungen an einem schadhaften Hochbehälter ins Trinkwasser gelangt sind. Doch Peter Högg betont: „Es ist nicht unsere Priorität zu sagen, ein Hochbehälter ist das Problem.“ Vielmehr seien im ganzen Netz Reparaturen erforderlich – es müsse auf den neuesten Stand gebracht werden. „Eine der Maßnahmen ist eben der Hochbehälter.“ Zug um Zug sollen die erforderlichen Verbesserungsarbeiten erledigt werden. „Welche Maßnahmen wann erforderlich sind, entscheiden wir in enger Zusammenarbeit mit Fachingenieuren“, sagt der Bürgermeister. Auch der Kontakt mit dem Gesundheitsamt sei in dieser Hinsicht intensiv. Nicht sinnvoll wäre es, nur Leitungen in bestimmten Ortsteilen mit Chlor zu versetzen. „Wir haben ein zusammenhängendes Trinkwassernetz für alle Hausanschlüsse.“

Högg geht davon aus, dass die gesamte Maßnahme mindestens bis zum Jahresende dauern wird. Bis dahin fallen wohl monatlich mindestens 10000 Euro an zusätzlichen Kosten an, vermutet er.

Menschen mit einer bekannten Chlorallergie sollten Kontakt mit ihrem Arzt oder dem Gesundheitsamt (Telefon 0821/3102-2116) aufnehmen. Auch weist die Gemeinde darauf hin, dass Besitzer von Aquarien und Terrarien sich erkundigen sollten, inwiefern gechlortes Wasser für ihre Tiere Probleme bereiten könnte.

Es wird darauf hingewiesen, dass das Wasser anfänglich einen leichten Chlorgeruch oder Trübung aufweisen kann. Die Gemeinde bittet darum, sich in solchen Fällen zu melden.

Das Bürgertelefon zum Thema Trinkwasser ist unter der Rufnummer 08238/3004-49 zu erreichen.

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