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Aystetten

20.02.2018

Wasserspiel und Festplatz für die Ortsmitte

Die Platzsituation in Aystetten vom neuen geplanten Fest- und Biergarten aus zum Brunnenplatz.
Bild: silands Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten

Der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs ist in Aystetten ausgestellt. Er enthält einen Bildungscampus.

Wie kann die Ortsmitte von Aystetten zwischen neuem Wohn- und Geschäftshaus und Gasthof Hirsch beziehungsweise Bürgersaal einmal richtig schön werden? Was sich die Teilnehmer des beschränkten Architektenwettbewerbs dazu vorstellen, können die Bürger nun noch bis einschließlich Donnerstag, 1. März, im Foyer des Rathauses sehen. Die Gemeinde hatte den Wettbewerb zur Gestaltung der „Neuen Mitte Aystetten“ ausgeschrieben, die öffentliche Preisverleihung findet nun am Freitag, 2. März, um 18 Uhr im Bürgersaal statt.

In das Gestaltungskonzept für die Neue Mitte sollten Bereiche der Kurzen Bahnhofstraße, Abschnitte der Langen Bahnhofstraße und der Hauptstraße sowie des Schlossangers und der Adalbert-Stoll-Straße einbezogen werden, so die Aufgabenstellung.

Jetzt hatte sich der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung mit den eingereichten Vorschlägen befasst. Den ersten Preis machte dabei der Entwurf der Landschaftsarchitekten silands/Gresz+Kaiser, die mit dem Büro Braunger Wörtz Architekten, beide aus Ulm, zusammengearbeitet hatten. Insgesamt sechs Büros waren für den Wettbewerb angeschrieben worden, vier hatten ihre Arbeiten eingereicht. Die Entscheidung sei schließlich so eindeutig gewesen, dass die Jury nicht einmal einen zweiten Preis vergeben habe, so Wendel. Der Grund: Der Unterschied zwischen dem ersten und dem dritten Preis sei zu groß. Ziel sei gewesen, für die Bürger ein Zentrum mit Aufenthaltsqualität zu schaffen. Auch für den Durchgangsverkehr sollte ein Zentrum erkennbar sein, betont Wendel.

Wie könnte Aystettens Mitte nun nach dem Siegerentwurf aussehen? Auch in einem klassischen Straßendorf wie Aystetten zeigt sich die Attraktivität einer Ortsmitte in Einrichtungen der Nahversorgung und des öffentlichen Lebens, so der Ausgangspunkt der Planer. Dies versuchten sie umzusetzen, indem sie auf einem eventuell mittelfristig frei werdenden Grundstück nördlich des Schlossangers einen weiteren Kindergarten mit Krippe planen, um dem künftigen Bedarf gerecht zu werden. Von einem „Bildungscampus“ sprechen die Planer hier, da auch die jetzige Kindertagesstätte und die Grundschule in der Nachbarschaft sind.

Eine attraktive Freifläche soll auch der Brunnenplatz werden. Das hier vorgesehene Wasserspiel mit Fontänen soll derart abgeschaltet werden können, dass die Fläche auch begehbar ist. Vor der neuen Metzgerei soll eine Bewirtung im Freien möglich sein. Einen Kaffee genießen kann man auch auf der südwest-orientierten Café-Terrasse der Bäckerei Gellner nahe am Weldenbahnradweg. Doch auch die Gastronomie am Bürgersaal wird attraktiver: An der Ostseite zum Hotel Hirsch (derzeit noch Gemeindehaus) könnte mit Blick zum Schloss ein Bier- und Festgarten eingerichtet werden. „Durch das gleichzeitige Verschwenken der Adalbert-Stoll-Straße wirkt der Festplatz als großzügiger und selbstverständlicher Auftakt in Richtung der nördlich anschließenden Bildungseinrichtungen und als harmonisches Bindeglied zwischen dem Schlossberg und den nördlich als auch südlich der Hauptstraße gelegenen Teilen der Ortsmitte“, beschreiben die Architekten ihren Vorschlag.

Verbesserungen soll es auch für Verkehrsteilnehmer geben. Die Kurze Bahnhofstraße wird, so Bürgermeister Wendel, 4,20 Meter breit. An ihren Seiten entstünden sieben Kurzzeitparkplätze. Weitere Parkplätze gebe es an der Hauptstraße und der Langen Bahnhofstraße. Haltestellen der Busse an der Hauptstraße sollen barrierefrei, die Wartebereiche größer und für Kinder sicherer werden. Gedacht wurde auch an einen Fahrradstellpatz neben der Tiefgarageneinfahrt zum neuen Wohn- und Geschäftshaus („Puschak-Gebäude“).

Was von diesen Planungen nun konkret in welchem Zeitrahmen und wie realisiert wird, stehe noch nicht fest, erklärt Aystettens Bürgermeister. Erst einmal müsse sich der Gemeinderat damit befassen und eventuell erste Planungsmittel für die Umsetzung des Realisierungsteils (Hauptstraße von der Apotheke bis Edeka sowie kurze Bahnhofstraße bis Bäckerei Gellner) in den Haushalt eingestellt werden.

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