1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Wasserwacht ist im Augsburger Land wieder im Dienst

Landkreis Augsburg

15.05.2019

Wasserwacht ist im Augsburger Land wieder im Dienst

Trainieren für den Ernstfall: In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Neusäß wird die Rettung eines Verunglückten geübt.
Bild: Andi Greger (Archiv)

Die ehrenamtlichen Helfer von 14 Ortsverbänden im Landkreis passen wieder auf und haben wichtige Tipps für Schwimmer. So können Unfälle vermieden werden.

Jetzt muss nur noch das Wetter passen: Die 14 Wasserwacht-Ortsgruppen im Landkreis Augsburg sind einsatzklar für die Wachdienste an den Gewässern und in den Freibädern.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Die ehrenamtlichen Mitglieder der Ortsgruppen haben den Winter zum Training und für zahlreiche Aus- und Weiterbildungen genutzt. Bis zum Beginn der Sommersaison wurden außerdem alle Wachstationen und Rettungsausrüstungen geprüft und einsatzklar gemacht. Nun kann es losgehen.

Rettungsschwimmer auch in Stegen am Ammersee

Ab sofort trifft man an vielen Gewässern im Landkreis – zum Beispiel am Ilsesee in Königsbrunn, am Rothsee in Zusmarshausen, am Lech bei Langweid oder am Badeweiher in Thierhaupten sowie in den Freibädern in Schwabmünchen, Bobingen, Kutzenhausen, Dinkelscherben, Gersthofen und Meitingen die ehrenamtlichen Wasserretter. Außerdem wird die Wasserwacht-Station in Stegen am Ammersee durch die Rettungsschwimmer aus dem Landkreis Augsburg besetzt und es werden noch weitere Orte in ganz Deutschland vom Bodensee bis an die Ostsee unterstützt.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Zusätzlich sind die Einsatzgruppen in Schwabmünchen, Bobingen, Königsbrunn, Stadtbergen, Steppach, Zusmarshausen und Meitingen wie gewohnt Rund-um-die-Uhr für Notfälle einsatzbereit und werden bei Bedarf genauso wie z.B. Freiwillige Feuerwehren oder andere Hilfskräfte über die Notrufnummer 112 alarmiert.

Immer mehr Nichtschwimmer und schlechte Schwimmer

Zum Saissonstart im Warmwasserfreibad Schwabmünchen erklärte der Vorsitzende der Kreis-Wasserwacht Augsburg-Land, Martin Gschwilm, dass es im Vorjahr in Bayern die meisten Badeunfälle gegeben hatte. Dies habe natürlich auch damit zu tun, dass Bayern ein großes Bundesland und beliebtes Urlaubsziel sei. Zudem gebe es immer mehr Nicht- beziehungsweise schlechte Schwimmer. Gleichzeitig würden die Gewässer und neue Wassersportgeräte immer attraktiver.

Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn sich die Schwimmer an die allgemein bekannten Badereglen halten würden. Einige Einsätze sind immer wieder auf den Konsum von Alkohol und Rauschmitteln zurückzuführen. Mit Unverständnis beobachten die Wasserretter, dass Nichtschwimmer oft unbeaufsichtigt im Wasser sind. „Viele meinen, dass eine Schwimmhilfe wie zum Beispiel Schwimmflügel ausreichend Schutz vor dem Ertrinken bieten“ sagt Martin Gschwilm. „Dies ist allerdings nicht der Fall. “

Keine längeren Strecken alleine schwimmen

Als sichere Schwimmer bezeichnen die Rettungsorganisationen übrigens all diejenigen, die mindestens die Leistungen des Bronzenen Jugendschwimmabzeichens erfüllen können. Erwachsene sollten vor allem in Seen keine längeren Strecken alleine schwimmen und lieber quer zum Ufer als weit hinaus. Ein wichtiges Anliegen haben die Wasserwachtler noch an alle Badegäste: Bitte nur in freigegebenen Gewässern baden. Nur dort sei gewährleistet, dass Rettungswege vorhanden sind und im Notfall dann schnell Hilfe geleistet werden kann.

Wie schnell Schwimmer in Not geraten können, zeigt ein Vorfall im vergangenen Juni am Ilsesee. Dort haben die zwei Ersthelfer Andreas Getz und Constantin Kokoran einer Frau das Leben gerettet. Zufällig hörten sie einen leisen Hilferuf aus dem Wasser und zögerten nicht lange. Sie schwammen zu der Dame, die offensichtlich Hilfe benötigte. Kurz bevor sie eintrafen, wurde diese bewusstlos und drohte unterzugehen. Die beiden konnten sie retten und mussten sie ca. 300 Meter bis zum Ufer bringen. „Man kann sich gar nicht vorstellen, wie anstrengend das ist“ erzählten die beiden Lebensretter. Für diese vorbildliche Lebensrettung wurde beiden nun die Henry-Dunant-Medaille in Silber durch die Wasserwacht verliehen. (AL)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren