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Gersthofen

10.11.2017

Weg für einen autofreien Platz im Zentrum ist frei

Staus in der Gersthofer Bahnhofstraße soll’s nicht mehr geben.
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Staus in der Gersthofer Bahnhofstraße soll’s nicht mehr geben.
Bild: Marcus Merk

Die Gersthofer Bahnhofstraße darf abgestuft werden. Bis das kommt, steht bei der Stadt noch eine Menge Arbeit an.

Einen wichtigen Schritt weiter kommen die Planungen Gersthofens für die Neugestaltung des Stadtzentrums: Denn die Bahnhofstraße kann nun zur Ortsstraße herabgestuft werden – die Donauwörther Straße wird dafür künftig zwischen Strasser-Kreuzung der B-2-Anschlussstelle Augsburg Nord zur Staatsstraße aufgestuft. Was sich zunächst theoretisch anhört, hat große Bedeutung: Denn ohne wird es nichts mit den Plänen für eine autofreie „Neue Mitte Gersthofen“. Wann dies realisiert wird, steht allerdings zurzeit noch nicht fest.

Der Kreisbauausschuss hat einstimmig einer Vereinbarung zwischen Landkreis Augsburg und dem Straßenbauamt zugestimmt, welche die Umstufungen regelt. Warum Gersthofen die Abstufung der überlasteten Ost-West-Achse Bahnhofstraße zwischen Strasser-Kreuzung und B2/ B17 so wichtig ist, hat einen guten Grund: Derzeit ist sie noch offizielle Umleitungsstrecke, wenn es an der A8 zwischen den Anschlussstellen Augsburg-West und Augsburg-Ost mal wieder hakt. Infolgedessen ist die ohnehin schon stark staubelastete Straße immer wieder verstopft, wenn der Autobahnverkehr auf sie umgeleitet wird. Zahlreiche Anwohner protestieren schon seit vielen Jahren gegen diese Verkehrsbelastung vor ihrer Haustür – vor allem über die vielen Lastwagen, die sich mitten durch die Stadt quälen.

Die Innenstadt soll attraktiver werden

Das steht aber den aktuellen Plänen für das Gersthofer Zentrum entgegen. Denn ein zentraler Punkt darin ist, dass die Bahnhofstraße auf Höhe der Schulstraße dicht gemacht wird. So soll eine autofreie Verbindung zwischen dem Rathausplatz und der künftigen Bebauung auf dem Grundstück des Investors Peter Pletschacher („Gersthofer Loch“) entstehen.

Das Ziel ist es, die Innenstadt attraktiver zu machen und die Aufenthaltsqualität dort zu erhöhen. Außerdem soll durch die Stilllegung des westlichen Asts die Strasser-Kreuzung entschärft werden.

Der nach der Abstufung zur Ortsstraße verbleibende Verkehr auf der Bahnhofstraße wird dann über die Schulstraße und eine künftige Verbindung nördlich des Lochs und einen Kreisverkehr zur Donauwörther Straße geführt.

Noch wird das Projekt dauern

Und wenn die Donauwörther Straße zur Staatsstraße aufgestuft worden ist, wird der A-8-Umleitungsverkehr zunächst über die B2 bis zum Anschluss Gersthofen-Nord geleitet. Von dort geht’s dann am Feuerwehrhaus vorbei über die Donauwörther Straße zur Strasser-Kreuzung. Von dort führt die offizielle Umleitung wie heute schon über Bauern-, Kanal- und Mühlhauser Straße zur A-8-Anschlussstelle Augsburg-Ost.

„Wir haben bereits grünes Licht bekommen, dass wir die Umstufung jederzeit starten können“, bestätigt Gersthofens Rathaussprecherin Ann-Christin Joder. Die Bürger müssen sich trotz dieser Nachricht wohl noch längere Zeit in Geduld üben: „Wir machen das erst, wenn unser Verkehrskonzept endgültig steht – und wie lange das noch erarbeitet werden muss, steht derzeit nicht fest.“ Das hänge auch von den weiteren Planungen des Investors Peter Pletschacher ab, der unter anderem auf seinem Grundstück Einzelhandelsgeschäfte plant. „Mit ihm und seinem Architekten sind wir im laufenden Gespräch.“

Drei Gebäudekomplexe mit jeweils einem Innenhof sieht das derzeitige Baukonzept vor. Der Großteil der Gebäude solle viergeschossig (inklusive Erdgeschoss) erbaut werden, ein kleiner Teil des Bauvolumens, so Architekt Klaus Kehrbaum, mit sechs Geschossen. Für Handel stehen demzufolge circa 3500 Quadratmeter zur Verfügung, für Dienstleistung 3000 Quadratmeter. Außerdem sollen etwa 80 bis 90 Wohnungen entstehen. Betont wird, dass der Investor die Neue Mitte selbst behalten will. In den zwei Tiefgaragen-Etagen werden 320 Stellplätze nachgewiesen – 40 mehr als laut Gersthofer Satzung erforderlich. Eine Verbindung dieser Tiefgarage mit derjenigen unter dem Rathausplatz wäre möglich. So könnte die Einfahrt beim Gasthof Strasser verschwinden.

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