Wegschauen oder helfen?

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Kommentar Von Maximilian Czysz
01.04.2019

Menschen, die Mut beweisen und dazwischen gehen: Davon kann es nicht genug geben.

Denn was wäre, wenn keiner mehr Zivilcourage zeigen würde? Dann verkümmert dieses zarte Pflänzchen, das für unser Zusammenleben so wichtig ist.

Jeder kann von einem Augenblick auf den anderen selbst in eine Notlage geraten. Bei einem Verkehrsunfall zum Beispiel. Sind keine couragierten Ersthelfer zur Stelle, dann wird’s plötzlich zappenduster.

Sich auf die Hilfe anderer zu verlassen, setzt aber voraus, auch selbst zu helfen. Doch das ist alles andere als einfach. Zivilcourage klingt vielleicht leicht. Ist es aber nicht. Oft reicht nicht einmal die Geistesgegenwart aus, bei aller Aufregung auf dem Handy die 110 zu wählen und der Polizei eine genaue Ortsangabe durchzugeben. Dazu kommt: Die eigene Angst kann lähmen.

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Training bei der Polizei

Um sie zu überlisten, helfen Kurse. Die Polizei bietet solche Trainingseinheiten an. Klar wird dabei: Wer Zivilcourage zeigt, muss kein Held sein. Oft reicht schon ein deutliches Wort. Den Mund aufzumachen, wenn etwas in der Schule, in der Nachbarschaft oder auch am Arbeitsplatz nicht stimmt, ist auch eine Frage der inneren Haltung.

Was sich in Meitingen abspielte, lesen Sie in unserem Artikel: Betrunkener verprügelt Frau im Schlosspark

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