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Konzert

16.01.2019

Weihnachtszeit endet „in dulci jubilo“

Der Chor Vox Augustana begeisterte mit einem festlichen Weihnachts- und Neujahrskonzert in der Diedorfer Kirche Herz Mariä.
Bild: Inge Christopher

Das Vokalensemble Vox Augustana begeistert in der Herz-Mariä-Kirche in Diedorf

„In dulci jubilo“ hieß das Motto der festlichen Weihnachts- und Neujahrskonzerts, das das mehrfach ausgezeichnete Vokalensemble Vox Augustana in der Kirche Herz Mariä in Diedorf gegeben hat. Damit fand die weihnachtliche Zeit des Kirchenjahres, die offiziell am Sonntag nach dem Dreikönigstag endet, ihren feierlichen Ausklang.

Der Chor unter der künstlerischen Leitung von Christian Meister hatte sich ein anspruchsvolles Programm vorgenommen. So wurden Chorsätze aus verschiedenen Jahrhunderten sowohl von bekannten als auch weniger geläufigen Komponisten zu Gehör gebracht. Von Anfang an faszinierten die zwanzig Sängerinnen und Sänger durch ihre ungemein differenziert eingesetzte Stimmkraft, die sie alle Nuancen – von einfühlsamen, leisen Passagen bis hin zum kraftvollen Jubelchor –souverän meistern ließ.

Im ersten Teil des Konzerts wurden hauptsächlich Werke zu Ehren Marias vorgetragen, wie etwa das bekannte Lied „Maria durch ein Dornwald ging“ in der Fassung von Heinrich Kaminski und „A Hymn to the Virgin“ von Benjamin Britten. Bei diesem englischen Carol nutzte der Chor geschickt die Klangwirkung des Kirchenrunds. Während der Großteil der Sänger auf den Altarstufen stand, sangen weitere Chormitglieder von der gegenüberliegenden Wand aus, was einen zauberhaften Echo-Effekt erzeugte. Die Nachricht von der Geburt Jesu bildete einen weiteren Abschnitt des Konzerts. Michael Praetorius’ „Angelus ad pastores ait a 8“ beeindruckte durch große Stimmenvielfalt und vollen Einsatz beim finalen Halleluja.

Bei „The Shepard’s Carol“ des zeitgenössischen Komponisten Bob Chilcott überzeugte das Ensemble durch die leisen Töne. Mit feinen, hellen Frauenstimmen beginnend, setzten im Folgenden tiefere Männerstimmen ein, um nach einem Crescendo am Schluss wieder in ein zartes Summen überzugehen. Mit Werken von Heinrich Schütz und Georg Schumann wurde der Freude über die Geburt Christi Ausdruck gegeben. Das wunderbar gefühlvoll vorgetragene „Maria Wiegenlied am Dreikönigstage“, bei dem sich glockenhelle und dunkle Stimmlagen abwechselten, leitete über zu Johann Eccards „Ich steh an deiner Krippen hier“. Zu diesem Lied versammelten sich die Chormitglieder im Halbkreis hinter dem Altar, womit wiederum eine besondere Klangwirkung erzielt wurde.

In dulci jubilo, zu Deutsch „in süßem Jubel“, wurde im wahrsten Sinne des Wortes das letzte Werk des Abends intoniert. Mit herrlichem Wechselgesang der einzelnen Stimmlagen bis zum Schlussakkord mit ausdrucksvollem Stimmeinsatz erklang das wohlbekannte Lied.

Das zahlreich erschienene Publikum genoss das Konzert sichtlich und bedankte sich mit begeistertem Applaus.

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