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A8-Ausbau

20.09.2014

Weitere 6,6 Kilometer sind fast fertig

Der Blick von der Ausfahrt Zusmarshausen in Richtung Burgau: Oben rechts beginnt das neue Teilstück, das ab Montagabend für den Verkehr freigegeben sein wird.
Bild: Marcus Merk

Der Ausbau der A8 schreitet voran. Zwischen Zusmarshausen und Burgau wird am Montagabend ein Teilstück eröffnet. Dafür gibt es drei neue Baustellen.

Autofahrer dürften dieser Nachricht entgegengefiebert haben: Ab Montagabend wird es wieder ein Stückchen leichter, auf der A8 voranzukommen. Dann eröffnet der Autobahnbetreiber Pansuevia das neu ausgebaute Teilstück zwischen Zusmarshausen und Burgau. Auf 6,6 Kilometern heißt es dann in diesem Bereich: freie Fahrt. Oder fast. Denn noch fließt der Verkehr in beide Richtungen nur auf jeweils zwei Spuren. „Wir müssen dort noch ein paar Restarbeiten erledigen, zum Beispiel die endgültigen Straßenmarkierungen anbringen“, sagt der Pansuevia-Geschäftsführer Gianluca Beraldo. Bis wirklich alle sechs Spuren zur Verfügung stehen, könnten noch einmal drei Wochen vergehen.

Ein wichtiger Termin ist dieser Montag für Beraldo gleichwohl. Denn mit der Teilstückeröffnung endet für Pansuevia offiziell die zweite Bauphase – und zwar schon eine Woche früher, als es vertraglich mit dem Bund vereinbart war. „Wir haben unseren Termin vorzeitig eingehalten und sind sehr zufrieden“, sagt Beraldo. Im Rahmen der zweiten Bauphase wurde auch die Autobahn rund um die Anschlussstelle Adelsried fertiggestellt, die schon seit Mitte August auf acht Kilometern sechsspurig befahrbar ist. Und auf dem Teil zwischen den Ausfahrten Burgau und Günzburg auf Höhe von Limbach sind seit Donnerstag alle Arbeiten komplett abgeschlossen.

„75 Prozent der Autobahn sind fertig"

Das heißt in Zahlen: Die Hälfte der 41 Kilometer langen Neubaustrecke ist fertig ausgebaut. Auf insgesamt 14,5 Kilometern fließt der Verkehr heute schon sechsspurig, in drei bis vier Wochen sind es bereits 21 Kilometer. Die andere Hälfte ist noch Baustelle – jedoch nur mehr in jeweils einer Fahrtrichtung. Sodass Beraldo stolz das Fazit ziehen kann: „75 Prozent der Autobahn sind fertig.“

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Dass der Bau so gut voranging im vergangenen Jahr, das liegt dem Geschäftsführer und technischen Projektleiter zufolge am milden Winter. Man habe fast durcharbeiten können in den kalten Monaten. Schwieriger sei das unbeständige Wetter im Sommer gewesen. Denn für einige Arbeiten müsse der Boden trocken sein. Hätte es nicht so viel geregnet im August und September, dann hätte das Teilstück zwischen Zusmarshausen und Burgau wohl sogar schon eine Woche früher fertiggestellt werden können, so Beraldo.

Zufrieden ist der Projektleiter mit der Qualität der neuen Fahrbahnen. Wie berichtet, hatten sich Autofahrer nach der ersten Bauphase über holprige Abschnitte beschwert. „Stellenweise sind dort Wellen zu spüren, das kann man nicht bestreiten. Sie halten sich aber im Rahmen der erlaubten Grenzen“, sagt Beraldo. Bei den zuletzt eröffneten Abschnitten gebe es dieses Problem gar nicht mehr. „Wir haben eine Maschine ausgetauscht, vielleicht hing das damit zusammen.“

Lkw-Unfälle und Überschwemmungen stören Bauarbeiten

Probleme bereiteten den Autobahnbauern dafür mehrere schwere Lkw-Unfälle im Sommer. Im Juni etwa war ein Laster auf der A8 bei Neusäß ausgebrannt und hatte die neue Fahrbahn beschädigt. Zu kämpfen hatten die Straßenmeister aber auch mit einer Überschwemmung bei der Ausfahrt Zusmarshausen. Starke Regenfälle hatten dort im August die Autobahn kurzzeitig überflutet. Infolgedessen wurde an dieser Stelle unter anderem ein provisorischer Schutzgraben errichtet, berichtet Beraldo. Seither sei kein Wasser mehr auf die Fahrbahn gelaufen. In den kommenden Monaten entstehen an dieser Stelle Regenrückhaltebecken. „Dann entschärft sich die Lage sowieso.“

Doch nicht nur das ist fürs kommende Jahr geplant. Die letzten drei Stellen der alten Autobahn verschwinden nach und nach völlig. Bei Edenbergen wird bereits gebaggert, da läuft der Verkehr in beide Richtungen auf nördlicher Seite. Eng wird es auch noch mal im Bereich der Ausfahrt Zusmarshausen: Dort ist ab Montag ebenfalls nur noch die nördliche Fahrbahn für Autos freigegeben, weil die Autobahn dann auch in Richtung München erneuert wird. Bleibt noch der Abschnitt rund um die Anschlussstelle Burgau, der nun in Fahrtrichtung Ulm zur Baustelle wird.

Bis Ende September 2015 müssen sich Autofahrer also noch gedulden – spätestens dann aber muss die Autobahn laut Vertrag komplett betriebsfertig sein. Und spätestens dann heißt es wohl auch wirklich: Freie Fahrt.

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