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Welden

15.04.2017

Welden bekommt bayernweit einmaligen Parkour-Park

Beim Parkour springen die Sportler über verschiedene Hindernisse.

  Die Gemeinde will insgesamt 60000 Euro in den Ausbau des Skaterplatzes investieren. Das gefällt nicht jedem

Von Sven Koukal

Welden Der beliebte Treffpunkt am nördlichen Ortsrand von Welden wird vergrößert: Aus dem Skaterplatz soll in den nächsten zwei Jahren ein Sport- und Freizeitpark werden. Für 60000 Euro soll ein Parkour-Park, ein Beachvolleyballfeld sowie ein neuer Grillplatz entstehen. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

Bürgermeister Peter Bergmeir ( SPD) sagte, dass auch nach acht Jahren der Skaterplatz noch immer sehr gut angenommen werde. Jugendpflegerin Petra Kutter jedoch wusste: „Die Ansprüche der Jugendlichen entwickeln sich. Einige Geräte sind überholt, die Jugendlichen wollen sich eine sogenannte Welle oder Pyramide selber bauen.“ Doch dabei soll es nicht bleiben.

Welden bekommt bayernweit einmaligen Parkour-Park

600 Jugendliche befragt

Hoch im Kurs bei den Jugendlichen steht nach wie vor eine Kletteranlage. Das hat eine Befragung der rund 600 Jugendlichen durch den Jugendbeirat in Welden ergeben. Mit einem Parkour-Park komme die Gemeinde laut Jugendbeauftragtem Thomas Knöpfle (SPD) nicht nur den Wünschen der Jugendlichen nach, sondern schaffe ein Alleinstellungsmerkmal: In ganz Bayern gebe es keine solche Anlage im Freien.

Florian Bach von Parkour One Augsburg erklärte den eher unbekannten Sport bei der Gemeinderatsitzung: „Beim Parcours überwindet man kraftsparend Hindernisse und springt über verschiedene Elemente wie Wände, Steine, Stangen.“ Vorgesehen seien meist hüfthohe Mauern aus Ziegelsteinen sowie diverse Holz-Elemente. Rindenmulch oder Kunstrasen federn die Sprünge der Sportler ab. Angesprochen werden sollen besonders Jugendliche und junge Erwachsene. Auch Schulen oder Vereine könnten den Park für Workshops, Training oder im Ferienprogramm nutzen.

20000 Euro soll der Kletterbereich zwischen Pavillon und Skaterbereich kosten. Michael Sibich (BGM) zeigte sich skeptisch und bezeichnete das Konzept als „eine Dimension zu groß“. Anton Kiening (BGM) sagte, es sei unvertretbar so viel Geld für einen „riskanten Sport zur Bespaßung der Jugend“ zu verwenden, wenn man sonst in jedem Jahr für Straßen kämpfe. Die Kosten müssten generell noch näher geprüft werden, sagte Bürgermeister Bergmeir.

Kommt eine Dusche?

Im Zuge der Umgestaltung sei außerdem geplant, einen Grillplatz mit großer Grillschale für 2000 Euro sowie zwei Solar-Beleuchtungsmasten für 5000 Euro zu bauen. Denkbar sei auch eine Dusche östlich des Skaterplatzes. Die könnte nützlich sein nach einem Spiel auf dem Beachvolleyballfeld, das 2019 für 30000 Euro gebaut werden soll. Ein Netz soll Querschläger von der Laugna abhalten. Michael Abold (SPD) befürchtete Verunreinigungen etwa durch Hunde und schlug vor, einen Zaun komplett um das Spielfeld zu errichten.

Michael Sibich hält das Feld am Sportheim für besser aufgehoben, so könnten dort die Duschen mitbenutzt werden. Bergmeir wies darauf hin, dass das Sportheim nur für den Verein zugänglich sei, nicht für die Öffentlichkeit. Gerhard Groß (FWV) nannte drei Gründe, die für den vorgesehenen Standort sprechen: „Fußläufig, ortsnah, einsehbar.“ Mit zwei Gegenstimmen beschloss der Marktgemeinderat dem vorgestellten Konzept zuzustimmen sowie die 60000 Euro bereitzustellen.

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