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10.06.2014

Weniger Fische in den Flüssen

Über die Probleme der Fischerei in Schwaben sprachen der Präsident des Schwäbischen Fischereiverbands, Hans-Joachim Weirather (Mitte), der Präsident des Landefischereiverbandes Albert Göttle (links) und Hubert Schuster, der Vorsitzende des Fischereivereins Meitingen.
Bild: Andreas Dengler

Renaturierung der Gewässer könnte den Tieren helfen

Vor 25 Jahren absolvierte Hans-Joachim Weirather seine Anglerprüfung, inzwischen ist der Landrat des Kreises Unterallgäu der Präsident des Fischereiverbands Schwaben. Der Bezirksverband vereint rund 200 Vereine und Genossenschaften, und hat über 20000 Mitglieder aus ganz Schwaben. Jeweils im Frühjahr und im Herbst lädt der Vorstand des Fischereiverbandes zu einer Versammlung.

Um das 60-jährige Bestehen des Meitinger Fischereivereins zu würdigen, fand am vergangenen Wochenende der schwäbische Fischereitag in der Heimat des Jubilars statt.

Unter den knapp 100 Gästen im Meitinger Bürgersaal, die größtenteils zu den Vorständen der Mitgliedsvereine zählten, war auch der bayerische Landesverbandspräsident Professor Albert Göttle.

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Auf dem Schwäbischen Fischereitag wurden unter anderem der aktuelle Bericht des Fischbestands der regionalen Gewässer sowie das Sanierungskonzept des Lechs diskutiert. Die Bilanz des Fischbestands war wie erwartet niederschmetternd, denn bei fast allen Fischarten war in den letzten Jahren ein Rückgang zu verzeichnen. Gründe hierfür sind unter anderem fehlende Laichplätze, aufgestaute Gewässer sowie hohe Fließgeschwindigkeiten wegen der Begradigung der Flüsse und Bäche.

Durch die geplanten Renaturierungen und der äußerst positiven Erfahrungen in der Jugendarbeit, lässt sich jedoch hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, so der Verbandspräsident zuversichtlich.

In seiner Ansprache machte Hans-Joachim Weirather deutlich, dass ihm vor allem der Ausbau der Uferrandstreifen am Herzen liege. Die Schutzfläche ist als natürliche Barriere zwischen Gewässer und Feldern gedacht. Alle Bundesländer mit Ausnahme von Bayern haben sich bereits für eine gesetzliche Errichtung der naturbelassenen Gewässerränder entschieden.

Der Nutzen der Naturschutzmaßnahme sei enorm, denn damit kann ein Verschmutzen von anliegenden Bächen und Flüssen durch Sedimente und chemische Düngemittel verhindert werden, so der Präsident weiter. Ebenso profitieren Uferpflanzen, Insekten und Wasservögel von dem zurückgewonnen Lebensraum.

Fische können nicht sprechen, daher sprechen wir für sie“, fasste Weirather die Kernaufgaben des Verbandes scherzend zusammen.

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