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Horgau

14.02.2018

Weniger Müll, mehr Leben

Mit einfachen Mitteln lässt sich Plastikmüll deutlich reduzieren.
Bild: Wolfgang Widemann

In unserer neuen Kolumne gibt es Tipps, wie das Leben auch im Augsburger Land ein bisschen gesünder und nachhaltiger werden kann.

So viel Plastik in unseren Meeren! Schildkröten sterben, Strände sind vermüllt. Da müsste man doch etwas tun! „Aber wer ist eigentlich dieser Müsste-Mann?“, fragen sich Anja Dördelmann und Sylvia Schaab. Sie wollen nicht länger darauf warten, „bis jemand anders oder die da oben die Probleme lösen“. Zwei gelbe Säcke voll hatte die Horgauer Familie Dördelmann früher bei jeder Abholung – mittlerweile ist es gerade mal noch ein halber, erzählt sie. Im Familienrat hat die Familie vor einigen Jahren beschlossen, etwas zu ändern. Seitdem versucht sie, auf Plastik und Alu zu verzichten, nachhaltige Produkte zu nutzen, gesünder zu leben.

Klar, ganz vermeiden lässt sich Kunststoff nicht – die Kinder wollen zum Beispiel auch mal eine Tüte Chips. Aber deutlich reduzieren. So kaufen die Dördelmanns Glasflaschen statt Tetrapacks, kein abgepacktes Obst- und Gemüse, Zahnbürsten aus Bambus statt aus Plastik.

Ein bisschen bewusster, nachhaltiger oder gesünder leben

Im Alltag ist es manchmal gar nicht so einfach, seine Vorsätze zu halten. Das wissen die beiden Frauen aus eigener Erfahrung. In unserer neuen Kolumne „Einfach machen“ geben Experten künftig immer mittwochs Tipps aus ihrer eigenen Erfahrung. Sie zeigen, was sie selbst machen, um ein bisschen bewusster, nachhaltiger oder gesünder zu leben. Die Autoren sind Menschen aus der Region, die das in ihrem Alltag schon umsetzen. Und Freude daran haben. Zu ihnen gehören Sylvia Schaab, Mitbegründerin des Forums Plastikfreies Augsburg, und Anja Dördelmann, Vorstandsmitglied der Genossenschaft Herzstück Horgau. Die Gemeinschaft aus 90 Mitgliedern will dort einen Bio-Regionalmarkt eröffnen, in dem es bei den Produkten besonders um folgende Fragen geht: Was ist drin? Wie wird es produziert? Wie ist es verpackt?

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Unter dem Motto „Einfach machen“ geben die Autoren in den nächsten Monaten leicht umzusetzende Anregungen aus ihren Alltag, wie man ohne Verzicht gut leben kann. Müllvermeidung, nachhaltig Geld anlegen, Mobilität, bewusster Konsum – die Themen sind vielfältig. Es wird zum Beispiel darum gehen, wie man Putz- und Lebensmittel selbst herstellen kann und welche Alternativen es zur Alufolie gibt, die ja aus ökologischer und gesundheitlicher Sicht fragwürdig ist. Und wussten Sie, dass man im Thermomix natürliche Cremes und Putzmittel produzieren kann? Und seine Haare mit Roggenmehl waschen kann? In der heutigen ersten Folge erzählt Anja Dördelmann, was für sie der erste Schritt zu einem bewussteren Leben war. Er hat mit einem kleinen Aufkleber und viel Altpapier zu tun. Den ersten Teil der Kolumne finden Sie hier.

Haben Sie Fragen rund um Nachhaltigkeit, Müllvermeiden und bewusster Leben an unsere Experten oder eigene Tipps? Schreiben Sie an redaktion.landbote@augsburger-allgemeine.de.

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