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Bauchtanz

14.03.2018

Wenn Abdel Arrabiato die Frauen verführt

In einen „Basar Oriental“ entführten die Tänzerinnen von Sabuha Shahnaz die Zuschauer in der Gersthofer Stadthalle.
Bild: Gertrud Bauer

Sabuha Shahnaz begeistert mit ihrem exotischen „Basar Oriental“

Ein Flair von 1001 Nacht durfte das Publikum in der ausverkauften Stadthalle Gersthofen erleben. Für ein paar Stunden wurde es in eine Welt von sagenhaften Geschichten und aufwendigen Kostümen versetzt. Die Show „Basar Oriental – Schätze aus dem Orient“ von Sabuha Shahnaz präsentierte mit ihrem Ensemble einen Tanztraum pur.

Eingebettet in diese hohe Tanzkunst war die Geschichte von Giuseppe Abdel Arrabiato, ein Kaufmann aus Neapel. Als charmanter Frauenflüsterer weiß er viele Anekdoten aus dem Leben orientalischer Frauen zu erzählen. Und seine Geschichten sind wie seine Waren: Bunt, fantasievoll, sinnlich, scharf und voller Lebenslust. Kein Wunder, dass nicht nur schöne Frauen, sondern auch eifersüchtige Männer seinen Stand besuchen. Ganz in ihrem Element war Renate Bernhard, die den Kaufmann aus Neapel verkörperte und das Publikum zum Lachen und Nachdenken brachte.

Mit dabei als Gasttänzerinnen waren das Ensemble Fahrida und Sharadez. Allesamt setzten sie die Geschichte vom Basar Oriental in aufwendig gestalteten Bühnenbildern in Szene. Und so erlebte ein beeindrucktes Publikum, wie schöne Frauen in bunten Gewändern den Traum von 1001 Nacht in atemberaubender Tanzperformance mit einer bildgewaltigen Choreografie darboten.

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Sabuha Shahnaz spielte und flirtete mit dem Publikum, mal sinnlich, selbstbewusst und opulent exotisch und dann wieder sanft und zart. Ihr Temperament zeigte Sabuha in einem russischen Zigeunertanz, der den ganzen Stolz und die Freiheit mit wirbelnden Röcken und Tüchern zum Ausdruck brachte. Gemeinsam mit Giuseppe parodierte sie einen akrobatischen Säbeltanz.

Alle Akteure zeigten die Vielfalt ihrer Kunst, die so facettenreich ist wie der Kulturraum, aus dem sie ihre Inspirationen beziehen. Wirbelnde Röcke, schnelle Fußarbeit, rasante Hüften – all das war Lebensfreude pur. Und dass auch schon die Kleinen Spaß haben, bewiesen sie eindrucksvoll in einer energiegeladenen, frechen Performance. Zum großen Finale traten alle Tänzerinnen noch einmal zusammen auf.

Am Ende würdigten die Zuschauer die glitzernden, tanzenden Schönheiten mit einem ohrenbetäubenden Applaus. „Das war kein Bauchtanz, das war Bauchakrobatik“, sagte eine Besucherin über den Abend.

Die gelernte sozialpädagogische Erzieherin Sabuha (Morgenröte) Shahnaz (Prinzesschen) gibt an ihrer Schule seit 1983 ihre Tanzkünste an Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren und an Jugendliche im Alter von 17 bis hin zu Erwachsenen weiter. Die Liebe zum orientalischen Tanz hat sie ihrer Mutter zu verdanken, von der sie ein Suleika-Kostüm erhalten hatte. Während ihrer Tanzausbildung in Istanbul tourte sie mit einem Roma-Ensemble einhalb Jahre lang durch die Dörfer und Städte und erlebte dadurch hautnah die Kultur der Romakünstler. 1993 wirkte sie als einzige Nicht-Roma-Tänzerin in André Hellers Gypsy-Show „Magneten“ mit.

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