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Offenes Atelier" in Lettenbach

29.06.2009

Wenn Bilder zum Betrachter sprechen

Gertraud Schoen lud nicht nur an zwei Tagen zur Werkschau in ihr "Offenes Atelier" im Diedorfer Ortsteil Lettenbach ein, sie zeigte auch eine digitale Non-Stop-Präsentation ihrer bisherigen Werke. Letzteres hatte einen besonderen Grund. Die Malerin feiert heuer ihr 30. Jubiläum als freischaffende Künstlerin.

Rund 4500 Arbeiten in drei Jahrzehnten

In diesen drei Jahrzehnten schuf sie rund 4500 Exponate. Dabei erzeugte sie von Anfang an Spannungsfelder und Individualität. Komposition und Räumlichkeit gehen, damals wie heute, bei Gertraud Schoen Hand in Hand, um im nächsten Augenblick wieder auseinanderzudriften und eine subtile Eigenständigkeit zu bilden. "Ich bin neugierig", gesteht sie. Mit dieser Neugier auf Neues, ohne sich von vornherein auf einen Stil festzulegen, gelingt es ihr, Bilder mit Dialogen zu versehen, die gleichsam zum Betrachter sprechen oder weit schwingende Assoziationen auslösen.

Beim Malen vereint sich die Künstlerin mit der Landschaft. "Ich sehe sie in mir, intensiv und vertraut", verdeutlicht Schoen. Reiseskizzen, die in Ägypten, am Wendelstein, an der Kampenwand, in Mazedonien, im Tessin, in den USA, am Watt in Schleswig-Holstein oder auf Safaris entstanden, belegen ihre Vielfalt, aber auch wechselnde Stimmungen und das Atmosphärische aus Licht, Luft und Schatten.

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Schoen, die sich augenzwinkernd "die Vielfältige" nennt und seit vielen Jahren auch ein Atelier in Florida besitzt, stellt aber auch kreative Unterschiede fest. "In den USA male ich etwas heiterer", bekennt sie. In unseren Breitengraden erlebe sie so etwas wie "Europaschwere".

Belebt durch eine spezielle Abstraktion

Ihre neuen Bilder leben einmal mehr von ihrer speziellen Abstraktion. Die Gegenstände sind durch Linienführung und faszinierende Spannungsfelder immer erahnbar und deutbar.

Hinzu kommt Figürliches. Hier ist die menschliche Figur eingebettet in transparenten wie auch kräftigen Farbräumen, präsentiert in reduzierten Körpervisionen. Dadurch entziehen sich die Werke oft einem vorschnellen Urteil, kurz bevor sich das Auge auf eine bestimmte Choreografie oder auf Körperteile festlegt.

Als ihren "Traum" bezeichnet sie das Malen auf Plexiglas und Stahl. Das seien "moderne Oberflächen, keine konservative Träger". Diese Materialien haben ihre Neugier geweckt und sie kann inzwischen ein umfangreiches ¼uvre vorweisen. Auch die Fotografie habe für sie "ungeahnte Möglichkeiten".

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