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Gesangsgala

13.01.2018

Wenn Katzen das Phantom treffen

Das Phantom der Oper wurde ergreifend in Szene gesetzt.
Bild: Thomas Hack

Große Musicalshow präsentiert gelungene Hommage an Andrew Lloyd Webber

Sie kommen schleichend wie auf Katzenpfoten, sie sind so düster wie ein Schatten in der Nacht und sie versprühen gleichzeitig eine solch pulsierende Energie, dass man ihnen einfach nicht entkommen kann – die unvergessenen Bühnenproduktionen des Kultkomponisten Andrew Lloyd Webber. In der Gersthofer Stadthalle wurde nun in einer großen Gala dem Meister des Musicals ein musikalisches Denkmal gesetzt, auf welchem seine schönsten Bühnenstücke klang- und bildgewaltig eine neue Interpretation erfahren durften.

In einer bemerkenswerten Bandbreite voller Emotionen ließen vier internationale Gesangssolisten und eine Vielzahl singender Tänzer die Welt der Musicals in strahlendem Licht aufleuchten und verwöhnten das Publikum mit Melodien, die ihre Ausdruckskraft mal durch melancholische Stimmen, mal durch lautstarke Rockhymnen entfalteten.

Von „Cats“ bis „Evita“, von „Jesus Christ Superstar“ bis hin zum „Phantom der Oper“ setzte die innovative Künstlertruppe mit Tanz und Gesang schließlich sämtliche bekannte wie auch weniger geläufige Arrangements Webbers in Szene und schuf dabei eine glamouröse Broadway-Atmosphäre, die ihre ganz eigene Handschrift trug: Die argentinische Kämpferin Evita sang sich im golden glitzernden Abendkleid in die Herzen der Zuschauer, der biblische Tyrann Herodes brillierte im lilafarbenen Pailletten-Jackett.

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Erstaunlich viel Wert wurde auch auf den visuellen Rahmen dieser bunten Webber-Gala gelegt: Dezente, aber wirkungsvolle Filmeinblendungen im Hintergrund verliehen den einzelnen Beiträgen ein stimmungsvolles Ambiente, das subtile Spiel mit Lichteffekten und transparenten Stoffvorhängen schuf immer wieder eine neue Atmosphäre, die die Kompositionen unentwegt in ein unterbewusstes Wechselspiel der Gefühle einbettete.

Wirkte der erste Teil vielleicht noch etwas vorsichtig, gelang es den Bühnenkünstlern nach der Pause, das Publikum in eine durchwegs euphorische Stimmung zu versetzen. Dass die Interpreten die charakteristische Musicalkunst Andrew Lloyd Webbers letztendlich perfekt verstanden, war schließlich deutlich im letzten Beitrag des Abends zu sehen – oder vielmehr zu hören: Es gibt wohl nicht allzu viele Sopranistinnen, die derart stimmgewaltig und sicher das weltberühmte Gesangsduett aus dem Phantom der Oper wiederzugeben vermögen wie es bei dieser farbenfrohen Hommage auf der Gersthofer Showbühne der Fall gewesen war.

Die rundum gelungene Gala war des „Meisters“ absolut würdig und man war auch nach jedem einzelnen Stück aufs neue gespannt, wie sich Bühne und Kostüme wohl für den nächsten Beitrag wieder verwandeln würden. Viel Wert wurde von den Darstellern darüber hinaus auf charakteristische Tanzeinlagen und die bunte Vielfalt an Kostümen gelegt, indes auch die musikalische Komponente großen Respekt verdient hatte: Die glamouröse Musicalshow offenbarte sich keineswegs als groß angelegtes „Karaoke“-Festival, sondern das Ensemble hatte sein eigenes Orchester dabei, welches die Feinheiten jedes einzelnen Stücks bis ins kleinste Detail herausgearbeitet und umgesetzt hatte.

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