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Idee

27.06.2017

Wenn Kinder Kunst schaffen

Paul Schurr hat mir Kindergartenkindern und Realschülern Kunst geschaffen. Jetzt gibt es eine gemeinsame Ausstellung im Neusässer Rathauses.
Bild: Frederik Haug

Eine Ausstellung in Neusäß widmet sich den vier Elementen. Gezeigt werden (nicht nur) Werke von Paul Schurr

Es geht bunt zu im Foyer des Rathauses Neusäß: Drachen speien Feuer, Vulkane brodeln, und verschiedene Unterwasserlebewesen säumen die Wände. Seit vergangener Woche zeigt hier der Künstler Paul Schurr seine Ausstellung „Die Elemente“. Diese wurde gemeinsam mit Kindern des Kindergarten Westheims und der Realschule Neusäß erarbeitet.

Gerade die fast 150 Nachwuchskünstler besitzen einen großen Anteil an der Ausstellung, denn von den rund 80 ausgestellten Werken stammen etwa 60 von ihnen. Stolz präsentierten sie ihre Kunst bei einer Vernissage, bei der auch Paul Schurr für sein Engagement gewürdigt wurde. Bereits zum zweiten Mal erarbeitete der ortsansässige freischaffende Künstler mit Schülern und Kindern aus der Stadt Neusäß ein Kunstprojekt. Nachdem vor fünf Jahren das Thema Afrika im Mittelpunkt gestanden hatte, sollte es nun um die vier Elemente, Feuer, Wasser, Luft und Erde gehen.

„Mit diesem Thema wollten wir den Kindern möglichst viel Freiraum geben, ihre Ideen zu entwerfen“, erzählt Schurr, der anfangs aber auch Bedenken hatte, ob das Thema nicht zu kompliziert und abstrakt sei. Doch diese Bedenken stellten sich schnell als unbegründet heraus, und Schurr konnte feststellen, mit welcher Begeisterung und Neugierde die Schüler und Kindergartenkinder an den einzelnen Elementen experimentierten. Vieles geschah dabei auch aus der Eigeninitiative des Kindergartens und der Realschule heraus, weshalb Schurr die Arbeit der Erzieher und Lehrer hervorhebt.

Besondere Unterstützung erhielt er zudem vom Kulturkreis Neusäß, der mit Schurrs Ausstellung bereits zum 176. Mal Kunst im Foyer des Rathauses präsentiert. Finanziell griffen dem Künstler vor allem die Stadt Neusäß sowie die Kreissparkasse Neusäß, Bücher-Max, die Nibelungen-Apotheke, die Gärtnerei Wörner sowie die Bäckerei Schneider unter die Arme.

Was den Künstler immer wieder motiviert, mit Kindern zu arbeiten, ist deren einzigartige Weise des Kunstschaffens. Einerseits fehle ihnen oft die Geduld am Kunstwerk, dafür seien sie aber umso fantasievoller und vorbehaltloser bei der Arbeit, meint Schurr und fügt an, dass die Authentizität der Kunst der Kinder für Erwachsene unerreichbar sei. Von dieser unverfälschten Kunst können sich die Besucher des Foyers nun selbst überzeugen. Aus den unterschiedlichsten Materialien und in verschiedenster Weise der Darstellung zeigen sich einem Assoziationen der einzelnen Elemente. Nicht nur thematisch, sondern auch optisch verschmelzen dabei die Werke der einzelnen Künstler miteinander. Die Ausstellung zeugt von der Kreativität, die Schurr und seine Kollegen bei den Kindern ausgelöst haben. Den Kindern Freude an der Kunst zu vermitteln ist für den Künstler jedenfalls ein zentrales Anliegen, der dem Bereich der Kunst eine große Bedeutung für das Gelingen des gesellschaftlichen Miteinanders zumisst. (fha)

Die Ausstellung „Die Elemente“ ist noch bis Donnerstag, 27. Juli, kostenlos zu den Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich.

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