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Ausstellung

22.11.2016

Wenn Linien wie Gewebe wirken

Gemälde, bei denen die Linien an textile Gewebe erinnern, gehören zu den Arbeiten, die Eugen Wilfried Müller in der neuen Ausstellung „müller@art.de“ zeigt. Hier eine Arbeit aus der Serie „falsariga“.
Bild: Andreas Lode

Der Gersthofer Kulturkreis zeigt Arbeiten des Augsburger Künstlers Eugen Wilfried Müller. Diese haben eine ganz eigene Wirkung, weil man sie bisweilen wie durch ein Vergrößerungsglas sieht

Engmaschige Netzstrukturen, sich stetig wiederholende Linienführungen, die dennoch immer wieder neu erscheint – dies weisen die Bilder auf, die in der neuen Ausstellung des Kulturkreises „müller@art.de“ im Gersthofer Rathausfoyer zu sehen sind.

Geschaffen hat die Arbeiten Eugen Wilfried Müller. Der Künstler wurde 1947 in Augsburg geboren. Er absolvierte von 1962 bis 1965 eine Schriftsetzerlehre und studierte von 1973 bis 1977 Kommunikationsdesign. Seit 1979 ist Müller freischaffend tätig. Noch im selben Jahr erhielt er den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg, eine Auszeichnung, der noch viele weitere folgten. In den Jahren 1984 bis 1991 lehrte er an der Fachhochschule für Gestaltung in Augsburg.

Die in Gersthofen gezeigten Bilder stammen aus verschiedenen Serien und sind in vielen Fällen großformatig. Die Reihe „falsariga“ umfasst in Öl und Acryl gemalte Werke. Auf farbigem Hintergrund sind in engen Abständen dunkle Linien aufgetragen. So entsteht der Eindruck, ein textiler Stoff werde gleichsam durch ein überdimensioniertes Vergrößerungsglas gesehen, sodass die Zwischenräume des Fadengewebes sichtbar werden, durch welche die Farbe durchscheint. Die von Eugen Wilfried Müller geschaffenen Musterungen muten mitunter aber auch wie geheime, nicht entzifferbare Schriftzeichen an. In einem anderen Gemälde aus dieser Reihe sind die schwarzen Linien sehr breit und kräftig ausgeführt und liegen quer im Bild, werden zu stilisierten Körpern.

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Auf einigen Prints dieser Serie werden die Strukturierungen immer blasser, scheinen am Ende nahezu vollständig im Hintergrund aufzugehen. Auf PVC gedruckt sind „Wasserreiche Kreidezeit I + II“. Hier ergeben verlaufende breite Farbstriche ein Wellenmuster. Diese Farbstriche erinnern überdies an die runden Formen, die bei der Enkaustik-Technik entstehen, wenn heißes Wachs mit einem Spachtel auf die Bildfläche aufgetragen wird. Den Arbeiten der Serie „rondo“ liegt eine runde Rosenblüte zugrunde. Zu sehen ist sie als Holzschnitt und in verschiedenen farblichen Gestaltungsvarianten auch bei mehreren Drucken. Die Farben lassen die Rose, ganz im Gegensatz zu herkömmlichen Blumenbildern, stark in den Hintergrund rücken.

bis 13. Januar Montag 8 bis 12 und 13.30 bis 16.30 Uhr, Dienstag 8 bis 12 Uhr, Mittwoch 8 bis 13 Uhr, Donnerstag 8 bis 12 und 13.30 bis 18 Uhr sowie Freitag 8 bis 12 Uhr.

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