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Gemeinderat Horgau

11.05.2015

Wenn Punkte über einen Bauplatz entscheiden

Wie die Vergabe abläuft und welche Rolle Kinder dabei spielen

Das Interesse nach Bauland in Horgau ist groß. Deswegen soll bis Herbst 2016 das neue Baugebiet Heuwegfeld II erschlossen sein und verkauft werden. Doch wie sollen die Bauplätze vergeben werden? Damit hat sich der Gemeinderat in der vergangenen Sitzung lang beschäftigt. Durch Punktevergabe sollen die potenziellen Käufer bewertet werden, das ist schnell klar. Eines der Hauptkriterien wird wohl wie auch in den vergangenen Auswahlverfahren die Anzahl der Kinder sein. Bisher wurde jedes Kind mit drei Punkten gewertet, wobei Gemeinderätin Anja Dördelmann (Bündnis Umwelt) betonte, dass sie die Kinder noch höher bewerten würde, da Familien mit großem Nachwuchs somit eine noch bessere Chance haben. Außerdem bekommt jeder Bewerber einen Punkt für jedes Jahr, das er schon in Horgau wohnt, über neun Jahre bleibt es bei zehn Punkten.

Generell werden die Horgauer bevorzugt, die Bauplätze werden in der ersten Runde an sie vergeben, danach wird der Rest an die Auswärtigen verteilt. „Wir wollen ja, dass unsere Jugend bei uns bleibt“, sagte Walter Steinle (Bürgerverein Rothtal).

Was dem Gemeinderat außerdem sehr wichtig ist: Die Eigennutzung der Flächen und die Bebauung innerhalb von sieben Jahren. Negativ in die Bewertung geht ein baureifer Bauplatz ein – genauso wie ein eigenes Haus. In den vergangenen Verfahren wurde auch eine Eigentumswohnung negativ bewertet, das jedoch möchte der Gemeinderat nicht übernehmen. „Wir wollen doch Wohnraum schaffen und falls sich jemand vergrößern möchte, ist das in unserem Interesse“, sagte Gemeinderat Johann Ohnesorg (Bürgerverein Rothtal).

In der jüngsten Sitzung hatten die Gemeinderäte außerdem beschlossen, dass Horgau wieder an der Bündelausschreibung des Gemeindetags teilnehmen wird und so den günstigsten Stromanbieter zugeteilt bekommt. Ein großer Unterschied ist allerdings, dass die Gemeinde Horgau dieses Jahr regenerativen Strom unterstützen möchte. „Wir können so die kleineren Stromanbieter unterstützen“, bemerkte Günter Steer (Bündnis Umwelt). Um die fünf Prozent mehr wird das die Gemeinde kosten. „Vor drei Jahren wussten wir noch nicht dass es keinen riesigen Preisunterschied ausmacht, aber heute können wir das besser entscheiden“, sagte Bürgermeister Thomas Hafner. (akra)

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