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Ustersbach

07.07.2018

Wenn der Nachwuchs den Landtag wählt

Erfolgreich verlief im vergangenen Jahr in Ustersbach die U18-Bundestagswahl. Deshalb gibt es dort auch zur bevorstehenden Landtagswahl wieder ein Wahllokal für Kinder und Jugendliche.

In Ustersbach können Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ihre Stimme abgeben. Zuvor gibt es eine Debatte und eine Podiumsdiskussion.

Hat der jüngste Koalitionsstreit zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer Auswirkungen auf das Wahlergebnis der CSU im Oktober? Kann die SPD ihren Abwärtstrend stoppen? Erste Ergebnisse wird es dieses Mal nicht von einem Meinungsforschungsinstitut geben, sondern von Kindern und Jugendlichen. Und zwar bei der U-18-Wahl in Ustersbach.

Damit alles am Wahltag klappt und die Teilnehmer davor auch mit Politikern ins Gespräch kommen, gibt es für die Kinder und Jugendlichen ein Vorbereitungstreffen. Diese Zusammenkunft findet am Mittwoch, 18. Juli, im Mehrzweckraum der Grundschule statt. Beginn ist um 19 Uhr. Neun Tage vor den Bezirks- und Landtagswahlen ist dann in Ustersbach wieder der Nachwuchs aufgerufen, seine Wahlstimme abzugeben. Mitmachen können alle Kinder und Jugendliche, die jünger als 18 Jahre sind. Denn die dürfen ja am 5. Oktober ganz regulär selber zur Wahl gehen.

Es wird wieder ein Wahllokal vor Ort eingerichtet

Bei der vergangenen U-18-Bundestagswahl waren die örtlichen Jugendbeauftragten Angelika Ortner und Andrea Braun von der Resonanz positiv überrascht. Rund 220000 Kinder und Jugendliche nahmen damals bundesweit teil. Auch in Ustersbach war die Nachfrage mehr als nur zufriedenstellend. Grund für die Jugendbeauftragten, auch bei der kommenden Landtagswahl wieder ein Wahllokal vor Ort einzurichten.

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Die U-18-Wahl funktioniere beinahe wie eine reguläre Wahl, nämlich in einem Wahllokal mit Stimmzetteln, Wahlkabinen und auch einer Wahlurne, erklärt Ortner. „Mitmachen können alle unter 18 Jahren, egal welcher Nationalität oder Religion die Teilnehmer angehören.“ Braun betont, warum die U-18-Wahl für die Öffentlichkeit wichtig sei: „Der Wahlgang soll verdeutlichen, dass auch der Nachwuchs eine eigene Meinung zur Politik hat, die auf politischer Diskussionsebene aufgegriffen werden sollte.“

Die Inhalte der Parteiprogramme  werden verglichen

Um diese Positionen auszuloten, zu mobilisieren und zu stärken, geht ein Vorbereitungstreffen für die Wahl am 18. Juli über die Bühne. Dort werden die Inhalte der Parteiprogramme verglichen, die Unterschiede erarbeitet und Hilfestellungen gegeben, Politik überhaupt zu verstehen, und die Weichen für eine Podiumsdiskussion gestellt.

An dieser Debatte nehmen, wie bereits in Ustersbach erfolgreich zur U-18-Bundestagswahl durchgeführt, acht Politiker verschiedener Parteien zu den Fragen der Kinder- und Jugendlichen Stellung. Hier gebe es für die Kinder und Jugendlichen Politik zum Anfassen, so die Jugendbeauftragten.

Die Versprechen der Politiker können hinterfragt werden

Zudem können die Versprechen der Politiker hinterfragt werden und ob diese sich für die Interessen der Kinder und Jugendlichen einsetzen. Zu der Fragerunde sind auch Erwachsene eingeladen. Die Podiumsdiskussion startet am Freitag, 14. September, um 19 Uhr im Forum Ustersbach.

Diese Aktionen mit Vorbereitungstreffen, Podiumsdiskussion und der U-18-Wahl sollen zeigen, dass der Nachwuchs mitbestimmen will und sich mit der politischen Situation beschäftigt. „Damit sollen Klischees in der Öffentlichkeit aufgebrochen und Dialoge gefördert werden“, sagen Angelika Ortner und Andrea Braun.

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