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Fußball

06.11.2019

Wenn der Trainerstuhl ins Wackeln gerät

So ein Trainerstuhl in der Bundesliga gerät schnell ins Wackeln.
Foto: Klaus Rainer Krieger (Archiv)

So bewerten Fußballfans aus dem Augsburger Land den Abschied von Niko Kovac bei den Bayern und die Situation des FC Augsburg. Ex-FCA-Profi Marco Löring findet deutliche Worte.

Der FC Bayern muss sich am Mittwoch erstmals in der Champions League mit seinem Interimstrainer Hansi Flick gegen Olympiakos Piräus beweisen, nachdem sich der Rekordmeister von Coach Niko Kovac getrennt hat. Beim FC Augsburg könnte es am kommenden Samstag einen Abschied geben: Wackelt der Stuhl von Trainer Martin Schmidt, wenn die Augsburger beim Bundesliga-Schlusslicht Paderborn verlieren und dann noch tiefer in den Tabellenkeller abrutschen? Was die Fans dazu sagen, zeigt das Kreuzverhör: Jeweils zwei Anhänger kommen über den jeweils anderen Fußballklub zu Wort.

Das sagen die FCB-Fans über den FCA: Ehrenpräsident Rudi Tausend von den Red-White Glammhogga aus Gablingen hält sich zunächst zurück mit Kommentaren über die Augsburger – der Fan-Ehre wegen. Dann sagt er doch etwas: Er ist zuversichtlich, dass der FCA am Samstag gewinnt. „Aber leicht wird’s nicht.“ Die Mannschaft habe zuletzt gegen Schalke gezeigt, dass sie in der Lage ist, gegen große Namen zu bestehen. Für Trainer Martin Schmidt sei die Situation aber kritisch – wie zuletzt für Bayern-Coach Niko Kovac, der sich „in jedes Fettnäpfchen“ gesetzt habe. Florian Brecheisen vom Red Fire LA FC Bayern Fanclub aus Langenneufnach bedauert den Abschied von Kovac. „Mir tut es leid für ihn, ich halte ihn für fähig.“

„Paderborn ist ein Schlüsselspiel“

Und was ist mit dem FCA-Coach Martin Schmidt? „Für ihn könnte eine Niederlage am Samstag in Paderborn Konsequenzen haben“, sagt Brecheisen, der seit 2015 Präsident des Fanklubs ist. „Paderborn ist ein Schlüsselspiel“, sagt Brecheisen. Schwarzmalen will er aber nicht. Im Gegenteil. „Ich sehe das gar nicht so schlecht. Der FCA hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder aufgerappelt.“

FCB: Peter Schmitt unterstützt mit seinen Kollegen von den L-Blockern nach Kräften den FCA. Obwohl er betont, dass die Entwicklungen bei den Münchnern ihn nicht interessieren, hat ihn das Aus für Kovac nicht überrascht. „Er ist zwar ein guter Trainer, aber er passt eben nicht zum FC Bayern. Da passen viele nicht – die Frage ist nur, woher das kommt“, sagt der Untermeitinger. Uli Hoeneß oder Karl-Heinz Rummenigge seien zwei der Gründe, warum Trainer es bei den Bayern nicht einfach hätten. Ob Hansi Flick bessere Karten hat als sein Vorgänger, könne Schmitt noch nicht beurteilen: „Wenn die Mannschaft nicht will, hat auch der Trainer keine Chance.“ Bei der katastrophalen Niederlage gegen Frankfurt habe jedenfalls die Mannschaft gegen ihren Trainer gespielt.

Ex-FCA-Profi Marco Löring, aktuell Trainer des SV Cosmos Aystetten, kann mit Kovac mitfühlen: „Er hat Woche für Woche verbal nur auf die Fresse bekommen und keine Rückendeckung gehabt. Wahrscheinlich hatte er deshalb die Schnauze voll und von sich aus die Trennung vorgeschlagen.“ Löring könnte sich durchaus vorstellen, dass Hansi Flick unter Umständen vielleicht länger weitermacht als es derzeit geplant ist.

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