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Dinkelscherben

29.01.2019

Wer kann das Seniorenheim in Dinkelscherben retten?

Das Seniorenheim in Dinkelscherben könnte doch erhalten bleiben. 
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Das Seniorenheim in Dinkelscherben könnte doch erhalten bleiben. 
Bild: Marcus Merk

Nachdem die Hospitalstiftung angekündigt hat, die Verantwortung für das Heim an die Bürger abzugeben, gibt es viele offene Fragen. Das sind die Hintergründe der Entscheidung.

Nachdem die Kirche angekündigt hat, sich aus der Verantwortung zu ziehen, soll das Seniorenheim doch erhalten bleiben. Doch nach wie vor gibt es eine Reihe von Problemen. Der aktuelle Vorsitzende der Stiftung, Urich Hörwick, sagt: „Wenn es Akteure gibt, die eine Vorstellung davon haben, wie das Heim weitergeführt werden kann, sollen sie es tun.“ Er stehe jedenfalls nicht mehr zur Verfügung und legt seine Ämter nieder.

Die Stiftung soll nun neu ausgerichtet und in eine „rein bürgerliche Stiftung“ umgewandelt werden. Das bedeutet, dass die kirchlichen Vertreter ihre Verantwortung abgeben und künftig allein bürgerliche Vertreter, zum Beispiel aus der Gemeinde, über das Heims entscheiden sollen.

CAB will nicht mehr im Dinkelscherber Spital

Geplant war die Schließung des Heims zum 30. Juni. Die Bewohner sollten in anderen Einrichtungen, zum Beispiel im zweiten Heim der Stiftung in Zusmarshausen untergebracht werden. Die Mitarbeiter, die derzeit bei der Stiftung angestellt sind, sollten künftig für die CAB Caritas Augsburg arbeiten, welche bereits jetzt die Arbeit vor Ort übernimmt. Dazu wird es nun aber nicht kommen.

Eines der Zimmer im Dinkelscherber Spital.
Bild: Marcus Merk

Auch wenn die neuen Verantwortlichen sich dazu entscheiden sollten, das Heim weiter zu betreiben, will die CAB die Arbeit vor Ort weder in Dinkelscherben noch in Zusmarshausen übernehmen, erklärt Geschäftsführerin Brigitta Hofmann. Sie sagt: „Nachdem uns wiederholt die Fachlichkeit abgesprochen wurde, glaube ich nicht, dass die notwendige Vertrauensbasis für eine Zusammenarbeit besteht.“ Falls es einen neuen Träger für die Einrichtung geben wird, stehe es den Mitarbeitern weiterhin frei in einem der anderen Heime der CAB zu arbeiten. „Ich möchte aber ausdrücklich niemanden abwerben“, sagt Hofmann. „Ich habe das Gefühl, egal was wir machen, wir

machen es falsch.“

Brigitta Hofmann, Geschäftsführerin der CAB Caritas Augsburg. 
Bild: Marcus Merk

Drohanrufe und Beleidigungen gegen Verantwortliche

Das sieht auch der aktuelle Stiftungsvorsitzende Hörwick so. Die Debatte sei in den vergangen Wochen „höchst emotionalisiert und unsachlich“ geführt worden. Einige der Entscheider zum Heim-Aus seien außerdem persönlich angefeindet worden. Auch von Drohanrufen und Beleidigungen ist die Rede.

Nach wie vor stehe er hinter dem Beschluss, der Ende November vergangenen Jahres öffentlich wurde. Die Anforderungen der Heimaufsicht an das Gebäude seien zu hoch und ließen sich nicht finanzieren. Es ist von Kosten in Höhe von rund neun Millionen Euro die Rede. Auch weil ein Antrag für ein neues Gesamtkonzept für das Heim bis Ende 2026 vom Landratsamt abgelehnt wurde, sei die notwendige Sanierung dringend.

Ulrich Hörwick, Vorsitzender der Hospitalstiftung.
Bild: Marcus Merk

Auf Nachfrage erklärte Landrat Martin Sailer gestern, dass der Stiftungsvorstand mit seiner Entscheidung allen Bürgern die Chance gebe, „sich aktiv für den Erhalt des Seniorenheimes einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen“. Sailer hoffe, dass sich aus diesem Schritt eine neue Lösung für das Heim ergeben werde.

Bürgermeister will Seniorenheim erhalten

Auch in Dinkelscherben ist man guter Dinge, dass das Heim nicht geschlossen werden muss. „Die beiden Heime der Stiftung sollen weiterbetrieben werden“, sagt Bürgermeister Edgar Kalb, der seit einigen Wochen selbst im zuständigen Ausschuss sitzt. „Wir sind jetzt in der Verantwortung.“ Es habe bereits erste Gespräche mit Landrat Sailer und der Heimaufsicht darüber gegeben, welche Sanierungsmaßnahmen am Gebäude dringend durchgeführt werden müssen. Denn nicht alles müsse sofort, sondern nach und nach renoviert werden, erklärt Kalb. Konkret könnten die Pläne zum Erhalt des Spitals am Donnerstag in einer Woche werden. Dann nämlich trifft sich der zuständige Ausschuss der Hospitalstiftung um auch darüber zu sprechen.

Am vergangenen Freitag kündigte die Hospitalstiftung an, die Verantwortung an die Bürger geben zu wollen .

Seit Wochen schon demonstrieren hunderte Bürger für den Erhalt ihres Spitals.

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Die Diskussion ist geschlossen.

30.01.2019

gehen dann auch die Wälder und andere Ländereien an die Bürgerverwaltung über oder reizt sich das die Katholische Kirche und Die Caritas unter den Nagel ??? den das Vermögen der Stiftung in Dinkelscherben ist ja nicht Unerheblich !!

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