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Soziales

10.08.2017

Westendorf zukunftssicher machen

Der Zugang zur Gemeindeverwaltung Westendorf ist nicht barrierefrei.
Bild: Andreas Lode

Die Gemeinde ist neu ins bayerische Programm „Marktplatz der Generationen“aufgenommen worden. Was sich Bürgermeister Steffen Richter davon verspricht

Die Nachricht von Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger ist brandneu: Als eine von vier Gemeinden aus Schwaben ist Westendorf in das Programm „Marktplatz der Generationen“ aufgenommen worden, teilte Hintersberger gestern mit und erläuterte: „Mit dem Programm ‚Marktplatz der Generationen’ unterstützen wir gerade kleine Gemeinden bei der Gestaltung des demografischen Wandels“. Westendorfs Bürgermeister Steffen Richter war gestern überrascht und erfreut zugleich über die Zusage aus München. Erst im Mai habe sich Westendorf um eine Aufnahme in das Programm beworben. „Es geht darum, kleine Kommunen wie unsere ein Stück weit zukunftssicher aufzustellen“, so Richter.

Ziel des Programms ist es, die Nah- und Grundversorgung im ländlichen Raum zu sichern. So soll vor allem älteren Menschen ein Verbleib in ihrer Kommune ermöglicht werden. Doch profitieren werden alle von der steigenden Attraktivität in den Gemeinden, verspricht das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familien und Integration, das dieses Programm aufgelegt hat. Neben Westendorf wurden in Schwaben jetzt auch die Gemeinden Kleinaitingen, Schwabmünchen und Wehringen aufgenommen.

Nach einer Modellphase, die in neun Gemeinden erfolgreich durchgeführt wurde, geht das Projekt nun bayernweit in die Fläche. Insgesamt wurden in Bayern jetzt 42 Gemeinden im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens von einem ressortübergreifenden Vergabeausschuss ausgewählt. Die ausgewählten Gemeinden werden „passgenau beraten“ und bei der Umsetzung konkreter seniorenpolitischer Maßnahmen aktiv begleitet, verspricht das Ministerium. Das umfasse die Nah- und Grundversorgung, die soziale, gesundheitliche und pflegerische Infrastruktur, die gesellschaftliche Teilhabe aber auch neue Wohnkonzepte. So soll ermöglicht werden, dass insbesondere ältere Menschen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben können. „Für uns passt das Programm wunderbar“, meinte Westendorfs Bürgermeister Steffen Richter gestern auf Anfrage. Bis jetzt müssten sich die älteren Menschen aus Westendorf für Hilfsangebote eher in Richtung benachbarter Gemeinden wie Meitingen oder Donauwörth orientieren. Nicht einmal öffentliche Einrichtungen in Westendorf wie das Rathaus seien barrierefrei zu erreichen. Doch das soll sich ändern. Die Gemeinde habe in ihrer Dorfmitte Flächen erworben, wo künftig baulich etwas geschehen soll. Zudem werde der alte Bauhof aus der Ortsmitte verlagert, weil man außerhalb einen neuen baue. Auch beim Gebäude, in dem der Dorfladen in der Ortsmitte untergebracht sei, herrsche Handlungsbedarf, erläuterte Richter. Noch unklar sei, wo die Planungen hinführen sollen.

Deshalb habe der Gemeinderat eine Feinuntersuchung für das Gebiet in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse bis Jahresende vorliegen sollen. Dann wisse man mehr. „Doch wenn wir was bauen – und darauf wird es hinauslaufen – werden wir auch eine maßgeschneiderte Beratung brauchen, um das Ganze demografiefest zu machen“. Also kommt das Angebot des Programms „Marktplatz der Generationen“ für Westendorf gerade recht. Denn hier sollen kleine Gemeinden mit einer individuellen und passgenauen Beratung dabei unterstützt werden, auf ihre jeweilige Situation zugeschnittene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

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